Serhou Guirassy
Borussia Dortmund
Jubel und Frust bei Guirassy: Kovač ordnet Auftritt ein

Robin Meise

Serhou Guirassy zeigte beim 3:2-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim ein Spiel mit Licht und Schatten. Der Angreifer traf vom Punkt, ließ aber auch einen weiteren Elfmeter liegen – und stand damit sinnbildlich für einen insgesamt wechselhaften Auftritt. Cheftrainer Niko Kovač ordnete die Leistung seines Stürmers im Nachgang sachlich ein.

„Ich freue mich, wenn meine Stürmer treffen. Als Stürmer stehst du immer im Fokus – und er ist auch wichtig“, betonte Kovač zunächst. Guirassy habe in der vergangenen Saison in Bundesliga und Champions League „sehr viel Freude bereitet“, nun aber eine Phase erlebt, „wo es nicht funktioniert hat“. Gegen Heidenheim sah man beides: Pech mit einem Lattentreffer in Halbzeit eins, einen „straffen Elfmeter, den Ramaj nicht halten kann“, aber auch einen zweiten Versuch vom Punkt, der misslang. „Da wollte er wieder irgendwas versuchen, was ich nicht so schön fand“, so der Coach.

Positiv hob Kovač jedoch den Treffer aus dem Spiel heraus hervor, den Guirassy nach Zuspiel von Maximilian Beier erzielte: „Man sieht das Tor, das er erzielt hat – das war sehr gut. Wir brauchen ihn.“ Insgesamt sei entscheidend gewesen, dass mit den Einwechslungen von Fábio Silva und Carney Chukwuemeka neuer Schwung ins Spiel kam. „Wenn du zwei, drei Leute hast, die Unruhe schüren, kannst du den Stürmer Nummer eins freispielen und in eine gute Position bringen“, erklärte Kovač.

Unterm Strich bleibt für Guirassy ein Auftritt, der zwar nicht fehlerfrei war, dem Angreifer aber dennoch Selbstvertrauen geben könnte