Beim 1. FSV Mainz 05 blickt Cheftrainer Urs Fischer mit Zuversicht auf Winter-Neuzugang Sheraldo Becker. Der Offensivspieler, erst vor wenigen Tagen vom CA Osasuna verpflichtet, ist für den Mainzer Coach bereits ein ernstzunehmender Kandidat für den Bundesliga-Spieltag.
„Er ist eine Möglichkeit für den Kader“, erklärte Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Augsburg. Becker habe er bislang „positiv erlebt“, zumal dieser direkt aus dem laufenden Trainingsbetrieb gekommen sei.
Größere Anlaufschwierigkeiten sieht der Schweizer daher nicht. Auch inhaltlich bringe der 29-Jährige gute Voraussetzungen mit: „Wenn es um Spielprinzipien und Basics geht, weiß er genau Bescheid, was wir wollen. Das hilft natürlich.“
Becker-Verpflichtung ein „außergewöhnlicher“ Zug
Die besondere Verbindung zwischen Trainer und Spieler spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Fischer und Becker arbeiteten bereits erfolgreich beim 1. FC Union Berlin zusammen, wo der Flügelspieler zu den Leistungsträgern zählte und im damaligen System eine Schlüsselrolle einnahm. „Es ist schon außergewöhnlich, dass man einen Spieler von seinem Format so kurzfristig noch verpflichten kann“, kommentierte Fischer die Wiedervereinigung.
Angesprochen auf Beckers zuletzt durchwachsene Zeit in Spanien zeigte sich der Mainzer Trainer optimistisch. „Ich hoffe, dass er das abgeschüttelt bekommt“, sagte Fischer und verwies auf die Stärken des Neuzugangs: „Er hat eine Wahnsinngeschwindigkeit, sucht sehr den direkten Weg zum Tor und bereitet auch Tore vor.“
Eigenschaften, die Becker bereits in der Bundesliga unter Beweis gestellt habe. „Sheraldo kennt die Bundesliga und weiß, was er abrufen muss. Da erhoffe ich mir einiges.“
Keine Conference-League-Belastung für Becker
Zudem wird Becker in den kommenden Wochen einen klaren Fokus auf den Ligabetrieb legen. Bei der Nachmeldung für die K.-o.-Phase der Europa Conference League, für die nach wie vor gewisse Regularien zu beachten sind, geriet er zum Härtefall. Ein Umstand, der zumindest einen positiven Nebeneffekt hat: In Wochen mit internationalen Spielen bleibt Becker unbelastet und kann jeweils frisch in die Bundesliga-Partien starten.