Stefan Posch
1. Bundesliga
Wol­ver­hampton ist dran: Posch vor Absprung in Hoffenheim

Kristian Dordevic

© imagoimages / Jan Huebner

Die TSG Hoffenheim schaut sich gegenwärtig nach einer Verstärkung für die Innenverteidigung um. Das hat Neu-Coach André Breitenreiter erst letzte Woche im kicker-Interview bestätigt, der für die neue Saison mit einer Dreierkette in der Abwehr plant (im 3-5-2-System). Etwas überraschend könnte für manch einen daher anmuten, dass mit Stefan Posch ein zentraler Abwehrspieler vor dem Abgang stehen soll.

Das berichtete Sky-Reporter Florian Plettenberg im Rahmen von Transfer Update – die Show am Mittwoch. Gleichzeitig klang jedoch an, dass die Angelegenheit zumindest noch nicht ganz akut ist: „Der Markt wird sondiert. Wolverhampton ist dran, aber aktuell ist es nicht so heiß. Ein Wechsel in die Premier League ist möglich“, erläuterte Plettenberg. Zehn Millionen Euro soll Posch (Vertrag bis 2024) den Kraichgauern in die Kasse spülen.


Posch-Abgang würde Handlungsbedarf steigern

Der Österreicher war in der abgelaufenen Bundesligasaison neben Kevin Vogt und Kevin Akpoguma der stabilste Verteidiger, was die Verfügbarkeit betrifft (28 Einsätze/26-mal Startelf). Wohingegen leistungsmäßig gewiss Luft nach oben war (LigaInsider-Note 4,00/Platz 50 im Innenverteidiger-Ranking).

Auf Kollegen wie Benjamin Hübner und Ermin Bičakčić konnte demgegenüber kaum bis gar nicht gesetzt werden. Bei Letztgenanntem muss sich nach enorm langer Ausfallzeit (Kreuzbandriss) ohnehin erst noch zeigen, ob er es nachhaltig zurück aufs Profi-Niveau schafft. Und ein Blick auf die Krankenakte von Hübner zeigt, dass auch bei ihm Vorsicht geboten ist, wenn es darum geht, ihn fest einzuplanen.

Abwehroption Florian Grillitsch ist derweil ebenso weg wie Leihgabe Chris Richards (zurück bei Bayern/vor England-Wechsel) und Spieler wie Kasim Adams oder Justin Che (Leihe vorgesehen) dürften in Hoffenheim (erst mal) keine Perspektive haben. Sollte jetzt auch Posch von Bord gehen, besteht in der Abwehrabteilung erst recht Handlungsbedarf.

Ein interessanter Name kursiert in diesem Zusammenhang in der Hoffenheimer Gerüchteküche: Schalkes Verkaufskandidat Ozan Kabak.