Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit einem verdienten 2:0-Auswärtssieg beim SV Werder Bremen Luft im Tabellenkeller verschafft. Während die Rheinhessen durch Effizienz und Spielkontrolle überzeugten, blieben die Bremer über weite Strecken ideenlos.
Die Partie im Weserstadion begann ohne langes Abtasten. Bereits in der 6. Minute gingen die Gäste in Führung: Nach einem einfachen Einwurf flankte Phillipp Mwene präzise ins Zentrum, wo Paul Nebel völlig blank stand und den Ball wuchtig zum 0:1 unter die Latte köpfte. Werder antwortete fast postwendend, hatte aber Pech, als ein Kopfball von Leonardo Bittencourt nach einer Ecke nur an den Querbalken klatschte (8.).
In der Folge kontrollierte Mainz das Geschehen durch hohe Laufbereitschaft und geschicktes Pressing. Werder mühte sich zwar um Spielanteile, doch im letzten Drittel fehlte es eklatant an Präzision. Phillip Tietz hätte nach einem Ausrutscher von Malatini fast erhöht, verzog jedoch aus kurzer Distanz (16.).
Lee sorgt für die Entscheidung
Werder-Coach Daniel Thioune reagierte zur Pause und brachte Justin Njinmah für den blassen Keke Topp. Doch den erneuten Blitzstart erwischten wieder die Nullfünfer. In der 52. Minute luchste Kaishu Sano Marco Grüll im Mittelkreis den Ball ab, Becker bediente über rechts Jaesung Lee, der die Kugel im Fallen per Ferse zum 0:2 über die Linie stocherte.
Bremen versuchte zwar noch einmal heranzukommen, doch sowohl Grüll (48.) als auch Njinmah (64.) schlenzten ihre Abschlüsse knapp am Pfosten vorbei. In der Schlussphase plätscherte die Partie weitgehend vor sich hin. Während Mainz den Vorsprung souverän verwaltete, kam bei Werder Frust auf. Lediglich Patrice Covic hatte noch eine Chance im Sechzehner, der Schuss wurde von Mainzer Verteidigern zur Ecke abgeblockt (90.).
Am Ende feierte Mainz einen souveränen Arbeitssieg, während Werder mit der Harmlosigkeit in der Offensive für die nächste Woche hadert.
Tore:
0:1 Paul Nebel (5., Phillipp Mwene)
0:2 Jaesung Lee (62., Sheraldo Becker)
Besondere Vorkommnisse:
Jens Stage fehlt Werder Bremen nächste Woche gelbgesperrt.