Werder-Coach Florian Kohfeldt hat sich heute im Trainingslager im österreichischen Zell am Ziller zu den Transferplänen der Grün-Weißen geäußert. Geld ausgegeben haben die Hanseaten bisher lediglich für Niclas Füllkrug (6,5 Millionen Euro / Hannover) und Marco Friedl (Festverpflichtung für 3,5 Millionen Euro / Bayern).
Und die Transferaktivitäten sind keineswegs abgeschlossen. "Wir haben unsere Wunschkandidaten und sind in Gesprächen", so Kohfeldt. Priorität hat laut dem Cheftrainer die Außenverteidigung, "da wollen wir mit dieser Besetzung nicht in die Saison gehen". Gesucht wird demnach nach einem beidfüßigen Abwehrmann, der sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite spielen kann.
Besonders Theodor Gebre Selassie, der Stamm-Rechtsverteidiger des SVW, soll in der kommenden Spielzeit auch mal entlastet werden. "Theo hatte im letzten Jahr gegen Ende Probleme, die Belastungen wegzustecken. Er wird in seinem Alter nicht nochmal 36 Pflichtspiele in einer Saison machen", so Kohfeldt.
Des Weiteren werde sicher noch ein Mittelfeldmann an die Weser wechseln, wie Kohfeldt klarstellte. Inwiefern dieser dann direkt jemand für die Startelf ist, ist anscheinend noch nicht genau zu sagen. "Holst du einen, der auf jeden Fall gesetzt ist, oder einen, der uns besser macht, aber vielleicht nicht sofort?"
Immer im Kopf haben die Bremer dabei die finanziellen Möglichkeiten. "Wir müssen Lösungen finden. Und die heißen nicht: Okay, wir überzeugen euch jetzt mit 25 Millionen Ablöse." Deshalb könne sich eine Verpflichtung auch noch hinziehen. Das wäre für Kohfeldt aber kein Problem, er mache sich "keinen großen Stress, wenn es erst recht kurzfristig vor dem ersten Spiel passiert, weil das Gebilde grundsätzlich stimmt." Klar ist aber auch: "Jeder Tag, an dem du ihn früher hast, ist ein guter Tag."