Beim SV Werder Bremen rücken zwei Nachwuchsspieler durch die aktuelle Personallage plötzlich in den Mittelpunkt: Mick Schmetgens und Salim Musah feierten beim 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 ihr Pflichtspieldebüt für die Profis.
Die Chance für den 18-jährigen Innenverteidiger und den 20-jährigen Angreifer kam dabei nicht zufällig. Aufgrund zahlreicher Ausfälle musste Trainer Daniel Thioune improvisieren – insgesamt fehlten zehn potenzielle Stammspieler.
Schmetgens übernahm dabei direkt Verantwortung in der Defensive und machte seine Sache ordentlich, auch wenn ihm in der Schlussphase etwas die Konzentration fehlte. Musah setzte offensiv immerhin ein kleines Ausrufezeichen und traf bei einem Abschluss das Außennetz.
Thioune ordnet Einsatz ein
Trotz des positiven Eindrucks bremste Thioune die Erwartungen. „Sie haben sich durch gute Leistungen aufgedrängt, aber niemanden verdrängt“, erklärte der Coach. Es sei Teil der Wahrheit, dass die beiden Youngster vor allem aufgrund der vielen Ausfälle zum Einsatz kamen.
Gerade in der Defensive war die Situation angespannt. Nach der Verletzung von Julián Malatini (Syndesmoseriss) fehlten Alternativen, während andere Spieler wie Karim Coulibaly lediglich als Absicherung im Kader standen.
Dennoch fand Thioune auch lobende Worte: „Mick hat es ordentlich gemacht.“ Beim Einsatz von Musah sei die Spielzeit zwar zu kurz gewesen für eine abschließende Bewertung, „das Bemühen war ihnen aber auf jeden Fall anzusehen“.
Chance auf mehr Einsätze?
Für beide Talente könnte sich damit eine Tür geöffnet haben. In der aktuellen Situation bietet sich ihnen die seltene Gelegenheit, sich im Profikader zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen.
Vorerst dürfte es jedoch bei vereinzelten Einsätzen bleiben. Sollten Schmetgens und Musah ihre Leistungen bestätigen, könnten sie sich perspektivisch weiter in den Fokus spielen – und ihre unverhoffte Chance langfristig nutzen.