Der SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt haben sich am 18. Bundesliga-Spieltag in einem turbulenten Duell mit 3:3 (1:1) getrennt. Die Bremer drehten die Partie in der Schlussphase eindrucksvoll, mussten den sicher geglaubten Sieg jedoch in der Nachspielzeit noch aus der Hand geben.
Frankfurt erwischte den perfekten Start und ging bereits nach 52 Sekunden in Führung. Nach einer langen Flanke legte Nathaniel Brown auf Arnaud Kalimuendo ab, der das Leder aus kurzer Distanz zur frühen Gästeführung ins Eck spitzelte. Werder brauchte etwas Zeit, steigerte sich aber und kam nach einer halben Stunde zum Ausgleich. Nach einem sauber ausgespielten Angriff setzte Yukinari Sugawara Justin Njinmah mit einem Steilpass in Szene, der vor Kauã Santos cool blieb.
Nach dem Seitenwechsel übernahm die Eintracht wieder die Kontrolle. In der 56. Minute brachte Nnamdi Collins die Hessen erneut in Führung. Nach einem hohen Ball von Farès Chaïbi lief der Verteidiger in den Strafraum ein und überwand Backhaus per Dropkick. Bremen tat sich in dieser Phase schwer, blieb jedoch im Spiel.
Drei Tore in der Schlussphase
In der Schlussviertelstunde drehte Werder dann auf. Zunächst verlängerte Jens Stage eine Freistoßflanke von Samuel Mbangula per Kopf zum 2:2 (78.). Nur zwei Minuten später schien das Spiel endgültig zugunsten der Gastgeber zu kippen: Nach überlegtem Zuspiel von Romano Schmid schob Jovan Milošević aus 16 Metern zum 3:2 ein und erzielte sein erstes Bundesliga-Tor.
Doch Frankfurt hatte das letzte Wort. In der vierten Minute der Nachspielzeit setzte sich Ayoube Amaimouni auf der rechten Seite durch und legte zurück auf Ansgar Knauff, der aus kurzer Distanz zum 3:3-Endstand vollendete. Für Werder blieb am Ende nur ein Punkt, während die Eintracht mit dem späten Ausgleich zumindest einen Zähler aus Bremen entführte.
Tore:
0:1 Arnaud Kalimuendo (1., Brown)
1:1 Justin Njinmah (29., Sugawara)
1:2 Nnamdi Collins (56., Chaïbi)
2:2 Jens Stage (78., Mbangula)
3:2 Jovan Milošević (80., Schmid)
3:3 Ansgar Knauff (90.+4, Amaimouni)