Der SV Werder Bremen ist in einem mühsamen Vorbereitungsspiel gegen Zweitligaaufsteiger FC Energie Cottbus den Kräfteverhältnissen der Klubs gerecht geworden und hat sich nach 120 Minuten mit 4:2 durchgesetzt.
Trainer Daniel Thioune konnte mit Ausnahme von Cedric Itten wieder auf Bremens WM-Fahrer sowie weitere zuletzt erkrankte Akteure setzen, verzeichnete nichtsdestotrotz noch immer eine lange Liste an ausgefallenen/geschonten Profis (Deman, Stark, Agu, Weiser Malatini, Lynen, Topp), weshalb teilweise Improvisation gefragt war. Das zeigte sich besonders auf den sehr offensiv besetzten Schienenpositionen.
Werder brauchte an diesem Nachmittag eine Weile, um in Schwung zu kommen. Das machte sich bei Torhüter Karl Hein bemerkbar, der mit einem unnötig risikoreichen Pass auf Dariusz Stalmach den Gegner einlud, was dieser wiederum in Person von Tolcay Ciğerci annahm (6.).
Verteidiger Heitmann erleidet Knieproblem
Im weiteren Verlauf fanden die Norddeutschen besser rein – was auch für Hein galt – und drehten unter anderem dank des torgefährlichen Salim Musah die Partie. Erst traf der Stürmer nach starker Hackenablage von Jens Stage selbst (31.), bevor er bei Samuel Mbangulas Treffer (45.) als Vorlagengeber fungierte.
Als nach einer Stunde eine mittlerweile komplett neue Elf auf dem Feld stand, geriet wieder ordentlich Sand ins Getriebe. Je länger die Partie wurde, desto mehr Stückwerk wurde präsentiert. Etwas überraschend fiel der nächste Werder-Treffer durch Paul Erevbenagie (103.): Cottbus hatte sich ein weiteres Tor jedoch verdient und auch erzielt, danach beinahe sogar den Ausgleich geschafft, bevor Chuki (120.) nach einem Konter für den 4:2-Endstand sorgte.
Einen Wermutstropfen gab es mit der frühen Auswechslung von Mats Heitmann zu verbuchen, der sich nach einer Viertelstunde am Knie verletzte und nicht weiterspielen konnte. Dadurch kam Marco Friedl ungeplant bereits ab der 20. Minute zum Einsatz.
Tore:
0:1 Tolcay Ciğerci (6.)
1:1 Salim Musah (31., Stage)
2:1 Samuel Mbangula (45., Musah)
3:1 Paul Erevbenagie (103., Kownacki)
3:2 Axel Borgmann (112.)
4:2 Chuki (120., Kownacki)