Beim SV Werder Bremen bahnt sich ein spannender Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten an. Nachdem der Verein Karl Hein nach dem Abgang von Mio Backhaus zunächst öffentlich zur neuen Nummer eins erklärt hatte, hat die Verpflichtung von Alexander Schlager die Ausgangslage grundlegend verändert.
Wie BILD berichtet, ist die frühere Stammplatzgarantie für Hein inzwischen Geschichte. Zwar geht der Este laut Geschäftsführer Clemens Fritz „mit einem Vorsprung in die Vorbereitung“, entschieden sei das Rennen um den Platz im Tor jedoch keineswegs.
Thioune kündigt offenen Konkurrenzkampf an
Auch Cheftrainer Daniel Thioune machte deutlich, dass sich beide Torhüter ihre Rolle verdienen müssen. „Jede Position bei uns ist offen umkämpft. Karl hat gerade die Nase vorn. Wenn seine Leistung stimmt, muss sich Alex richtig auf die Füße stellen. Aber im umgekehrten Fall werde ich auch Leistung honorieren, wenn sie entsprechend ist“, erklärte der Werder-Coach.
Mit Schlager haben die Bremer den österreichischen WM-Stammtorhüter verpflichtet, der nach seiner Weltmeisterschaftsteilnahme kaum für einen Platz auf der Bank an die Weser gewechselt sein dürfte. Gleichzeitig gilt Hein als ehrgeizig und hatte laut BILD bereits im vergangenen Winter über einen Abschied nachgedacht, nachdem er hinter Mio Backhaus nur selten zum Zug gekommen war.
Werder setzt dennoch auf den Konkurrenzkampf. Schon in der vergangenen Saison hatte das vereinsinterne Duell zwischen Backhaus und Hein das Leistungsniveau der Torhüter angehoben. „Es war das Beste, was uns in der vergangenen Saison passieren konnte“, sagte Thioune. Wer am ersten Bundesliga-Spieltag tatsächlich zwischen den Pfosten stehen wird, dürfte sich daher erst im Laufe der Vorbereitung entscheiden – aktuell liegt der Ball aber wohl erst einmal bei Hein …