Beim SV Werder Bremen steht Cheftrainer Daniel Thioune trotz des Fehlstarts nicht zur Disposition. Drei Spiele, drei Niederlagen – sportlich brachte der Wechsel von Horst Steffen bislang keinen spürbaren Effekt. Dennoch ist die Linie der Klubführung klar.
Profi-Chef Peter Niemeyer bekräftigte laut BILD, dass Thioune auch im Amt bleibt, sollte selbst das Heimspiel gegen Schlusslicht Heidenheim verloren gehen. Ein knappes „Ja“ genügte als Antwort auf die entsprechende Frage – ein deutliches Signal in einer sportlich prekären Phase.
Sportlich ist die Bilanz ernüchternd: Werder wartet seit 13 Pflichtspielen auf einen Sieg. Die Umstellung auf die Dreierkette, bereits unter Steffen eingeführt, setzt Thioune fort – bislang ohne Ertrag. Der Kader gilt intern jedoch eher als für eine Viererkette konzipiert, was die personelle Statik zusätzlich erschwert.
Auffällig ist zudem die offensive Harmlosigkeit. Mit lediglich 23 Treffern zählt Bremen zu den schwächsten Offensivreihen der Liga. Winterzugang Jovan Milošević kommt kaum zum Zug, während Marco Grüll weiter auf ein Erfolgserlebnis wartet. Auch die Rolle von Yuki Sugawara und die Besetzung der rechten Schiene sorgen für Diskussionen.
Die Verantwortlichen sehen die Hauptursachen der Krise jedoch nicht primär beim neuen Trainer. Thioune soll Zeit bekommen – selbst im Fall eines weiteren Rückschlags. Ob das sportlich reicht, um den Klassenerhalt noch zu sichern, bleibt die offene Frage an der Weser.