Die Krise bei Werder Bremen verschärft sich weiter. Im Duell mit der TSG Hoffenheim unterlagen die Bremer mit 0:2 (0:1). Trotz einer fast gesamten Halbzeit in Überzahl fanden die Bremer keine Mittel gegen die defensivstarken Gäste aus dem Kraichgau.
In einer zähen ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Werder verpasste die frühe Führung durch Justin Njinmah bereits in der ersten Minute und agierte danach offensiv erneut viel zu harmlos. Als alles nach einem torlosen Remis zur Pause aussah, schlug Alexander Prass zu: Nach einer Ablage von Kramarić hämmerte der Österreicher den Ball aus 24 Metern unhaltbar in den rechten Winkel – ein Traumtor zur Hoffenheimer Führung (44.).
In der zweiten Halbzeit steht der VAR im Fokus
Die zweite Halbzeit begann turbulent. Zunächst sah Hoffenheims Wouter Burger nach einem groben Foul an Puertas und dem Eingreifen des VAR die Rote Karte (52.). Doch anstatt einer Bremer Aufholjagd folgte der nächste Schock: Nur zwei Minuten später nutzte Grischa Prömel eine unübersichtliche Situation im Bremer Strafraum und erhöhte per Volley auf 0:2 (54.). Auch hier hielt der Treffer einer VAR-Überprüfung wegen eines möglichen Foulspiels stand.
Werder schöpfte kurzzeitig Hoffnung, als Romano Schmid den vermeintlichen Anschlusstreffer erzielte (63.), doch erneut schaltete sich der Videoschiedsrichter ein: Schmid stand beim Zuspiel hauchzart im Abseits, das Tor wurde zurückgenommen. In der Schlussphase rannte Bremen wütend an, doch Hoffenheim verteidigte im kompakten Verband leidenschaftlich. Am Ende stand ein verdienter Sieg für die Gäste, während Bremen nach nun acht sieglosen Spielen in Folge tief im Tabellenkeller feststeckt.
Tore:
0:1 Alexander Prass (44., Andrej Kramarić)
0:2 Grischa Prömel (54., Vladimír Coufal, abgeprallte Vorlage)
Besondere Vorkommnisse:
Wouter Burger sieht nach hartem Einsteigen gegen Cameron Puertas per VAR-Überprüfung die Rote Karte (52.)