TSG Hoffenheim
1. Bundesliga
Kramarić und Stach: Darum saßen die Stammspieler nur auf der Bank

Luca David

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Pellegrino Matarazzo hat im Spiel der TSG Hoffenheim gegen den 1. FC Köln zwei überraschende Personalentscheidungen getroffen: Andrej Kramarić und Anton Stach saßen zu Beginn nur auf der Bank. Für die beiden eigentlich unangefochtenen Stammspieler rückten Ilhas Bebou und Umut Tohumcu in die Startelf der Sinsheimer. Am DAZN-Mikrofon erklärte Matarazzo diese Entscheidungen vor der Partie.

So musste Kramarić zunächst mit der Bank vorliebnehmen, weil Matarazzo für mehr „Speed in der vorderen Etage“ sorgen wollte. Der Trainer erhoffte sich dadurch die Abwehrreihe der Kölner besser auseinanderziehen und dabei entstehende Schnittstellen besser attackieren zu können. „Deswegen fiel die Entscheidung auf andere Spieler, aber nicht gegen Andrej, der auch gut in Form war“, so der Trainer der Sinsheimer.

Auch der personelle Wechsel im zentralen Mittelfeld hatte taktische Gründe: „Umut [Tohumcu; Anm. d. Red.] hat defensiv ein anderes Profil als Anton [Stach; Anm. d. Red.]. Er ist engräumig sehr gut und sehr passsicher, hatte gegen Wolfsburg glaube ich eine hundertprozentige Passquote, und bereitet auch Tore vor“, erklärte Matarazzo die Stärken von Tohumcu.


Alter spielt keine Rolle

Das junge Alter des erst 19-jährigen Tohumcu spielt dabei für Matarazzo keine Rolle: „Der Junge performt. Die Entscheidung ist unabhängig vom Alter, ich setze auf Performance. Das bedeutet nicht, dass Anton nicht performt hat. Es geht um die richtige Mischung heute. Deswegen spielt Umut, weil er heute besser ins Gebilde passt“, erläuterte der Coach seine Entscheidung.

Ob sich die Wechsel auszahlen und die Pläne von Matarazzo aufgehen, wird sich erst noch zeigen müssen. Zur Halbzeit steht es zwischen der TSG Hoffenheim und dem 1. FC Köln 0:0.