Bei der TSG Hoffenheim stellt sich die Situation in der Defensive derzeit als echtes Luxusproblem dar. Trainer Christian Ilzer kann im Abwehrzentrum aus mehreren überzeugenden Optionen wählen – eine Konstellation, die der Coach ausdrücklich begrüßt. Das machte Ilzer am Montag auf der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen (Dienstag, 20:30 Uhr) deutlich.
In den vergangenen Partien setzte Ilzer im Zentrum auf unterschiedliche Besetzungen. An der Seite von Albian Hajdari kamen zuletzt sowohl Ozan Kabak – der gegen Frankfurt sogar selbst traf – als auch Robin Hranáč zum Einsatz. Als Hajdari gegen Gladbach gesperrt fehlte, bildeten Kabak und Hranáč gemeinsam das Abwehrzentrum. Jede Variante brachte dabei ihre eigenen Qualitäten ein.
Ilzer schätzt Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum
Ilzer ordnete die Situation klar ein: „Das ist ein Luxusproblem. Es ist schon von Vorteil, wenn man nicht nur eine Top-Besetzung hat.“ Der Hoffenheimer Coach verwies dabei auch auf Akteure, die den Konkurrenzkampf zuletzt zusätzlich angeheizt haben. So hätten etwa Arthur Chaves, der inzwischen zum FC Augsburg gewechselt ist, sowie Kevin Akpoguma mit ihren Leistungen für konstanten Druck gesorgt.
Für Ilzer geht es dabei weniger um feste Hierarchien als um die jeweils passende Kombination. „Wir haben ein sehr gutes Zentrum, sodass man immer schauen kann: Welche Qualitäten sind für das nächste Spiel in der Kombination die besten? Wie präsentieren sie sich im Training? Wie empfehlen sie sich?“, erklärte der Trainer.
Der Wettsreit um die Plätze sei dabei genau richtig dosiert. Jeder müsse sich im Training täglich beweisen, ohne dass Unruhe entstehe. „Diesen Konkurrenzkampf habe ich sehr gerne. Wenn du dir als Trainer keinen Kopf zerbrechen musst, wer in der Startelf steht, dann passt irgendetwas nicht“, so Ilzer.
Mit Blick auf das anstehende Nachholspiel gegen Bremen bleibt dem Hoffenheimer Coach damit erneut die Qual der Wahl. Eine Entscheidung müsse getroffen werden – „die sicherlich nicht leicht ist“, wie Ilzer abschließend betonte.