Um den VfB Stuttgart in tabellarisch sichere Gefilde zu führen und das Team zu stabilisieren, verzichtete Tayfun Korkut nach seinem Amtsantritt als Cheftrainer so weit wie möglich auf Rotationsmaßnahmen und setzte auch systematisch auf eine feste Marschroute – in allen vierzehn Partien unter seiner Leitung spielten die Schwaben mit einer Viererabwehrkette.
Vor dem Hintergrund, dass nach der Wiederverpflichtung von Holger Badstuber nunmehr fünf arrivierte Innenverteidiger – neben dem Ex-Münchner sind dies Timo Baumgartl, Benjamin Pavard, Marcin Kaminski und Marc-Oliver Kempf – im VfB-Kader stehen, sah sich Sportvorstand Michael Reschke mit der Frage konfrontiert, ob der Klub in diesem Sommer noch einen zentralen Abwehrspieler abgeben wird.
Das ist aber keineswegs geplant. "Wir haben mit dem Trainer ein langes Gespräch gehabt. Er hat schon auch im Auge, mit Dreierkette zu spielen. Das ist definitiv eine Möglichkeit", ließ der Funktionär auf der Pressekonferenz vor zwei Tagen durchblicken.
Dementsprechend wusste er die Anmerkung des Medienvertreters, fünf Innenverteidiger könnten einer zu viel sein, zu entkräften. "Ohne da jetzt zu tief einzutauchen: In der Viererkette würde ich Ihnen Recht geben. In einer Dreierkette sieht es dann schon mal direkt wieder ganz anders aus. Und das ist eine absolute Option für Tayfun."