VfL Bochum
1. Bundesliga
Letsch hat die Wahl: Förster und Kunde un­ter­schied­li­che Spielertypen

impeeza

© imagoimages / Jan Huebner

Bochum-Trainer Thomas Letsch hat sich am Donnerstag zum Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld geäußert, speziell zu Philipp Förster und Neuzugang Pierre Kunde. Was unterscheidet die zwei, und gibt es überhaupt einen Zweikampf auf dieser Position? Wer von beiden darf am Wochenende gegen Hoffenheim ran?

Es ist wohl eine Frage, vor der Letsch in Zukunft häufiger stehen dürfte, sofern Förster und Kunde fit bleiben. Auf welchen Spielertypen setze ich? Denn im Dreiermittelfeld dürften Mannschaftskapitän Anthony Losilla (36) und Kevin Stöger (29) erstmal gesetzt sein. Die dritte Position im Bunde könnte je nach Gegner offensiver oder defensiver besetzt werden.

Und da sind wir auch schon beim Thema. Förster und Kunde sind laut Letsch „zwei ganz unterschiedliche Spieler“, die ihre eigenen Stärken hätten. Förster sei zum Beispiel jemand, der sich im Zehnerraum am wohlsten fühle. „Er kann den entscheidenden Ball spielen und hat extreme Qualität bei Standardsituationen“, so Letsch. Auch sein Gegenpressing zeichne ihn aus. Zudem sei er laufstark. Winterneuzugang Kunde hingegen sei ein Spieler, dessen Waffe die Physis sei. Letsch: „Er hat eine extreme Dynamik, ein sehr gutes Tempodribbling und kann auch mal über den Gegner drübergehen, um Lücken zu reißen.“


Trotz Unterschiedlichkeit vorerst im Duell

Beide Typen seien so unterschiedlich, dass sie gar nicht im Gegensatz zueinander [Zweikampf, d. Red.] stehen würden. „Sie können auch zusammen spielen“, versicherte Letsch. Doch ob dies angesichts der vermeintlich gesetzten Stöger und Losilla in naher Zukunft passiert, ist eher fraglich. Eine Verletzung kann die Verhältnisse aber bekanntlich immer ganz schnell wieder verändern.

Für das anstehende Spiel gegen Hoffenheim dürften sich Förster und Kunde jedenfalls im Kampf um die dritte verbliebene Position im Mittelfeldzentrum befinden. Festgelegt hat sich Letsch diesbezüglich aber noch nicht. „Wir müssen schauen, was die beste Kombination ist.“

Was sicherlich für Kunde spricht, ist seine Bilanz aus dem vergangenen Spiel in Mainz. Zwar verlor Bochum die Partie am Ende deutlich mit 2:5, Kunde jedoch hatte mit einem Tor und einer Vorlage entscheidenden Anteil daran, dass das Ergebnis am Ende nicht ganz so schlimm ausfiel.


Darf der Heimspiel-Förster wieder beginnen?

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung jedoch geht davon aus, dass Förster in die Startelf rückt. Denn vergleicht man die letzten fünf Partien miteinander, so hat immer Förster die Heimspiele bekommen. Auswärts kam er erst von der Bank. Da nun bekanntlich wieder eine Partie im heimischen Vonovia Ruhrstadion stattfindet, dürfe sich Förster wieder Hoffnungen machen.

Dieser brenne auch auf seinen Einsatz. „Ich bin absolut bereit“, erklärte Förster gegenüber dem Blatt. „Ob ich gegen Hoffenheim in der Startelf stehe, muss letzten Endes aber der Trainer entscheiden.“