Der VfL Wolfsburg muss unter Dieter Hecking einen weiteren herben Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang unterliegen die Wölfe der Eintracht aus Frankfurt mit 1:2 (1:2). Während die SGE eiskalt agierte, verzweifelten die Gastgeber an ihrer eigenen Chancenverwertung.
Die Partie begann zäh, beide Teams agierten zunächst mit viel Sicherheitsdenken. Ein folgenschwerer Fehler von VfL-Keeper Grabara blieb in der 12. Minute noch unbestraft, doch in der 21. Minute schlug die Eintracht zu: Nach feiner Vorarbeit von Amaimouni-Echghouyab nutzte Højlund den Platz im Rückraum und vollendete sehenswert aus 18 Metern zum 0:1.
Wolfsburg wirkte verunsichert und kassierte nur elf Minuten später den nächsten Nackenschlag. Nach einer einstudierten Freistoßvariante parierte Grabara zunächst gegen Burkardt, doch Kalimuendo staubte gedankenschnell zum 0:2 ab (32.). Kurz vor der Pause hätte Burkardt sogar auf 0:3 stellen können, traf den Ball am zweiten Pfosten jedoch nicht voll (41.).
Wolfsburger Sturmlauf nach der Pause bleibt unbelohnt
Dieter Hecking reagierte zur Halbzeit und brachte Lovro Majer für Jesper Lindström – ein Wechsel, der das Wolfsburger Spiel sofort belebte. Der Kroate setzte bereits in der 49. Minute einen frechen Freistoss an die Latte, wobei Zetterer noch entscheidend mit den Fingerspitzen dran war.
In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Wolfsburg erspielte sich durch Zehnter (55.), Eriksen (54. per direkter Ecke) und Wimmer (63.) hochkarätige Möglichkeiten, betrieb jedoch extremen Chancenwucher. Die Eintracht zog sich weit zurück und beschränkte sich fast ausschließlich auf die Defensivarbeit.
Auch in der Schlussphase rannten die Wölfe unermüdlich an. Ein Distanzschuss von Maehle (82.) strich nur knapp am Pfosten vorbei, doch die Frankfurter Abwehr um den umsichtigen Robin Koch hielt dem Druck stand. Frankfurt blieb durch Konter gelegentlich gefährlich, konnte aber keine klaren Akzente mehr setzen. In der 84. Minute vergab Majer eine nennenswerte Chance für den VfL, als er Zetterer den Ball genau in die Arme schoss. Mit Pejčinović gelang dem VfL noch der wenig bejubelte Ehrentreffer in der 90.+7 Minute – zu spät, um noch einen Anlauf auf ein Unentschieden zu starten.
Tore:
0:1 Oscar Højlund (21., Ayoube Amaimouni-Echghouyab)
0:2 Arnaud Kalimuendo (32., Jonathan Burkardt)
1:2 Dženan Pejčinović (90.+7, Adam Daghim)