Der VfL Wolfsburg hat im Heimspiel gegen den FC Augsburg trotz zweimaliger Führung eine bittere 2:3-Niederlage kassiert. Am 23. Spieltag reichte es für die Wölfe erneut nicht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen – stattdessen schlug der FCA in der Nachspielzeit eiskalt zu.
Augsburg begann mutig, setzte die Hausherren früh unter Druck und kam über die Außen immer wieder zu Hereingaben. Wolfsburg tat sich im Spiel nach vorne lange schwer, suchte häufig mit langen Bällen den Weg in die Spitze. Die erste Großchance gehörte dennoch dem VfL, als Gerhardt beinahe ins eigene Tor traf – Grabara musste sein Team mehrfach retten.
Gerhardt trifft – FCA bleibt dran
Kurz vor der Pause fiel dann der etwas schmeichelhafte Führungstreffer. Nach einer Ecke von Eriksen sprang Kömür unter dem Ball hindurch, Yannick Gerhardt köpfte am kurzen Pfosten zum 1:0 ein (41.). Augsburg hatte zuvor mehr Spielkontrolle, blieb im letzten Drittel jedoch zu ungenau.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FCA den Druck – und belohnte sich. Claude-Maurice schickte Rodrigo Ribeiro mit einem starken Pass in den Strafraum, der halbrechts frei vor Grabara auftauchte und zum 1:1 einschob (59.). Es war sein erstes Bundesliga-Tor für die Augsburger.
Wolfsburg antwortete mit einem Konter. Daghim schickte Amoura auf die Reise, der querlegte. Der eingewechselte Shiogai drückte den Ball aus kurzer Distanz zur erneuten Führung über die Linie (71.). Doch die Statistik, wonach der VfL bereits mehrfach Führungen verspielt hatte, schwebte über dem Spiel.
Späte Wende – Ex-Wolf sticht zu
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Nach einer Ecke bekam Vavro den Ball an den ausgestreckten Arm – Elfmeter. Michael Gregoritsch verwandelte sicher zum 2:2 (87.). Wolfsburg war wie schon zuletzt um den Lohn gebracht.
Und es kam noch bitterer: In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde Claude-Maurice mit einem langen Ball hinter die Kette geschickt, zog bis zur Grundlinie und legte zurück. Elvis Rexhbecaj zog direkt ab und traf unhaltbar zum 3:2 für den FCA (90.+3). Ausgerechnet ein Ex-Wolfsburger entschied die Partie.
Wolfsburg warf in der langen Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, selbst Grabara kam bei einem Freistoß mit. Doch Augsburg verteidigte leidenschaftlich – und nahm drei Punkte mit, während der VfL erneut eine Führung aus der Hand gab.
Tore:
1:0 Yannick Gerhardt (41., Eriksen)
1:1 Rodrigo Ribeiro (59., Claude-Maurice)
2:1 Kento Shiogai (71., Amoura)
2:2 Michael Gregoritsch (87./HE)
2:3 Elvis Rexhbecaj (90.+3, Claude-Maurice)