VfL Wolfsburg
1. Bundesliga
Coach Bauer in Wolfsburg angezählt

Robin Meise

Beim VfL Wolfsburg spitzt sich die Lage weiter zu – und Trainer Daniel Bauer steht zunehmend unter Druck. Nach dem 2:3 gegen den FC Augsburg, bei dem die Niedersachsen erneut spät Punkte herschenkten, wächst intern wie extern die Unruhe.

Zwar bekannte sich Geschäftsführer Peter Christiansen nach dem Spiel zunächst zu Bauer („Daniel Bauer ist unser Trainer“), ein klares Treuebekenntnis bis Saisonende blieb jedoch aus. Laut laut der AZ/WAZ arbeitet der 43-Jährige faktisch auf Bewährung. Zwei Partien sollen ihm noch bleiben, ehe die Verantwortlichen womöglich erneut in die Entscheidungsfindung gehen.

Intern wird das Duell mit dem Hamburger SV (25. Spieltag) als mögliches Endspiel für den Coach gewertet. Sollte auch dieses schiefgehen, könnte der Klub die Reißleine ziehen, um im Abstiegskampf noch einmal einen Impuls zu setzen. Namen möglicher Nachfolger kursieren bereits: Felix Magath wird von Teilen der Fans gefordert, auch Bruno Labbadia oder Friedhelm Funkel gelten als erfahrene „Feuerwehrmänner“.

Die sportliche Entwicklung gibt wenig Anlass zur Zuversicht. Statt um internationale Plätze kämpft der VfL inzwischen darum, nicht weiter abzurutschen. Die Stimmung im Stadion ist angespannt, nach dem Augsburg-Spiel blieb selbst die Nordkurve auffallend still.

Bauer selbst hatte seine Mannschaft nach Abpfiff deutlich kritisiert und von einer „naiven Schülermannschaft“ gesprochen. Ob er die Wende noch einleiten kann, ist offen. Klar ist: Die kommenden Spiele entscheiden nicht nur über die sportliche Perspektive des VfL, sondern auch über die Zukunft des Trainers.