Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet und die Krise des VfL Wolfsburg weiter verschärft. In einer von Nervosität und Hektik geprägten Partie setzten sich die Hanseaten mit 2:1 (1:1) durch. Während der HSV damit wichtige Zähler sammelt, bleiben die Wölfe auch im achten Spiel in Folge sieglos und verharren auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Die Begegnung in der Volkswagen Arena wurde maßgeblich durch drei Strafstöße bestimmt. Den Anfang machten die Gastgeber in der 22. Minute: Nach einem Foul von Daniel Elfadli an Yannick Gerhardt verwandelte Christian Eriksen sicher zur Wolfsburger Führung. Der HSV schüttelte sich kurz und kam nach einer halben Stunde zurück. Moritz Jenz verursachte nach VAR-Intervention einen Elfmeter an Luka Vušković, den der Gefoulte selbst – wenn auch mit etwas Glück – zum 1:1-Ausgleich verwertete (33.).
Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie zerfahren, doch ein erneutes Foulspiel im Wolfsburger Strafraum brachte die Entscheidung. Jonas Adjetey riss Vušković bei einer Ecke zu Boden, woraufhin Schiedsrichter Florian Exner erneut auf den Punkt zeigte. Diesmal übernahm Jean-Luc Dompé die Verantwortung und traf souverän zum 1:2 (58.). Wolfsburg versuchte in der Schlussphase alles, doch Dženan Pejčinović scheiterte per Kopf am Pfosten (64.) und die HSV-Defensive blockte leidenschaftlich alles weg.
Nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen in einer hitzigen Rudelbildung auf dem Spielfeld. Inmitten der Schubsereien zeigte der Unparteiische Wolfsburgs Ersatzkeeper Marius Müller die Rote Karte. Während der Hamburger Anhang feierte, sorgten auch Feuerwerkskörper aus dem Wolfsburger Block für eine geladene Atmosphäre nach Spielende.
Tore:
1:0 Christian Eriksen (22., Foulelfmeter)
1:1 Luka Vušković (33., Foulelfmeter)
1:2 Jean-Luc Dompé (58., Foulelfmeter)
Besondere Vorkommnisse:
Marius Müller (VfL Wolfsburg sieht nach dem Abpfiff die Rote Karte).