Der SV Werder Bremen hat einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In einem intensiven, aber spielerisch limitierten Kellerduell setzten sich die Hanseaten mit 1:0 beim VfL Wolfsburg durch. Während die Wölfe unter Dieter Hecking ihre Chancen nicht nutzten, bewies Werder-Trainer Daniel Thioune mit seinen Einwechslungen ein goldenes Händchen.
Die erste Halbzeit in der Volkswagen Arena war geprägt von taktischer Disziplin und gegenseitigem Respekt. Beide Teams scheuten das letzte Risiko, was zu viel Mittelfeldgeplänkel führte. Werder war in der Anfangsphase das aktivere Team, doch Wolfsburgs Keeper Grabara entschärfte die ersten Annäherungsversuche von Puertas und Sugawara sicher (12.).
Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann das erste Mal richtig laut: Nach einer Halbfeldflanke von Koulierakis kam Jesper Lindström zur Direktabnahme – Werder-Schlussmann Mio Backhaus lenkte den Ball mit einem sensationellen Reflex an die Latte (45.+2). So ging es torlos in die Kabinen.
Njinmah trifft eiskalt
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich, doch Wolfsburg erhöhte den Druck. Amoura vergab in der 60. Minute die Großchance zur Führung, als er den Ball knapp am langen Eck vorbeischlenzte. In dieser Szene verletzte sich Werders Abwehrchef Niklas Stark, der humpelnd ausgewechselt werden musste (61.).
Doch genau diese Wechselperiode brachte die Entscheidung. Der frisch eingewechselte Felix Agu wirbelte über die Seite und bediente im Rückraum Justin Njinmah. Dessen überlegter Linksschuss wurde von Jenz noch leicht abgefälscht und schlug vom Innenpfosten im Netz ein – das 0:1 (68.). Für Njinmah war es das erste Tor seit dem 18. Spieltag.
Wolfsburger Schlussoffensive verpufft
Dieter Hecking reagierte und brachte unter anderem Maximilian Arnold, doch Werder verteidigte die Führung mit großer Leidenschaft (76.). Die Wölfe agierten im letzten Drittel zu unpräzise: Lovro Majer vergab die beste Ausgleichschance, als er aus dem Rückraum deutlich über das Tor verzog (77.).
Mit diesem Auswärtssieg distanziert Werder die Wolfsburger tabellarisch, während der VfL weiterhin tief im Tabellenkeller feststeckt.
Tore:
0:1 Justin Njinmah (69., Felix Agu)