Es ist die Nachricht, die man an der Weser befürchtet hatte, die nun aber traurige Gewissheit ist: Werder Bremen muss für den Rest der Spielzeit auf Stürmer Victor Boniface verzichten. Das bestätigte der Verein nun selbst. Nach einer eingehenden Untersuchung bei einem Kniespezialisten in Österreich steht fest, dass eine Operation unumgänglich ist.
Klarheit nach Experten-Besuch
Die Entscheidung fiel am vergangenen Freitag in Innsbruck. Boniface, der aktuell von Bayer 04 Leverkusen an die Bremer ausgeliehen ist, suchte dort einen Experten auf, um eine finale Einschätzung zu seiner Knieverletzung einzuholen. Das Ergebnis deckt sich mit den Diagnosen der medizinischen Abteilungen beider Vereine: Ein operativer Eingriff ist der einzige Weg zur vollständigen Genesung. Bereits am heutigen Samstag (10.01.2026) wird der 25-jährige Nigerianer operiert.
Trotz der bitteren sportlichen Pille herrscht an der Weser Erleichterung über die nun gewonnene Planungssicherheit. Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder Bremen, kommentierte die Situation wie folgt: „Wir sind froh, dass wir nun eine Lösung haben und Victor eine Operation durchführen lässt. Somit gibt es Klarheit für alle Parteien. Aufgrund des Rehaprozesses gehen wir nicht mehr davon aus, dass Victor in dieser Saison noch für Werder zum Einsatz kommt.“
Leihe bleibt bestehen
Interessant ist die Abwicklung zwischen den beteiligten Klubs. Obwohl Boniface kein Spiel mehr für die Grün-Weißen absolvieren wird, bleibt die Leihvereinbarung mit Bayer Leverkusen bis zum Saisonende bestehen. Die Rehabilitation wird somit in einem festgesteckten Rahmen erfolgen, der die medizinischen Stäbe beider Vereine einbezieht.
Nach Informationen der BILD, soll Jovan Milošević den durch die Knieverletzung von Victor Boniface frei gewordenen Kaderplatz einnehmen. Der 20-jährige Angreifer wird demnach als direkte Reaktion auf den Ausfall Bonifaces vom VfB Stuttgart ausgeliehen, um die personelle Lücke in der Offensive zu schließen. Eine offizielle Bestätigung des Transfers steht bislang jedoch noch aus.