Vini Souza
VfL Wolfsburg
„Chance nicht genutzt“: Souza außen vor

Robin Meise

Vini Souza spielt beim VfL Wolfsburg aktuell kaum noch eine Rolle – und das trotz verheißungsvollem Start. Der 26-jährige Brasilianer stand an den ersten zehn Spieltagen regelmäßig in der Startelf, inzwischen kommt der 15-Millionen-Euro-Sommerneuzugang kaum noch zum Zug.

Eigentlich wurde Souza als „Monster“ für die Sechserposition verpflichtet, seine natürliche Rolle vor der Abwehr. Doch dort ist Kapitän Maximilian Arnold gesetzt. Stattdessen rückte Souza zunächst etwas weiter nach vorne, sollte als Verbindungsspieler agieren – eine Aufgabe, die nicht seinem Profil entspricht. Zwar betonte er stets seine Bereitschaft, auch andere Rollen anzunehmen, wirklich überzeugen konnte er auf der ungewohnten Position jedoch nicht.

Kaum Einsatzzeit trotz Arnold-Ausfall


Spätestens seit dem Trainerwechsel zu Daniel Bauer ist Souza ins Hintertreffen geraten. Seit November stand er nur noch zweimal in der Startelf. Selbst als Arnold zuletzt gegen Augsburg verletzt fehlte, blieb Souza 90 Minuten auf der Bank – obwohl gerade in dieser Phase ein defensivstarker Abräumer gefragt gewesen wäre.

Bauer erklärte die Situation laut kicker nüchtern: „Vini hatte in der Rückrunde auch seine Chance, er hat sie nicht genutzt.“ Gleichzeitig vermisst der Coach „zwei, drei eklige Spieler“ im Kader – Eigenschaften, die Souza eigentlich mitbringen sollte.

Offene Zukunft trotz langfristigem Vertrag


Der Brasilianer besitzt noch einen Vertrag bis 2030. Im Winter soll es laut kicker Interesse vom Brentford FC gegeben haben. Möglich, dass sich im Sommer die Wege schon wieder trennen.

Fest steht: Wolfsburg benötigt im Abstiegskampf Stabilität im Zentrum – und eigentlich genau den Spielertyp, als der Souza im Sommer geholt wurde. Ob er noch einmal nachhaltig in die Startelf zurückkehrt, bleibt offen.