Bei Borussia Mönchengladbach bleibt die Perspektive von Wael Mohya ungeachtet des Last-minute-Transfers von Hugo Bolin weitgehend unangetastet. Cheftrainer Eugen Polanski stellte klar, dass der Neuzugang keine Bremse für das 17-jährige Offensivjuwel darstellt.
Zwar konkurrieren beide Akteure um ähnliche Rollen in der Offensive, doch Polanski betonte laut BILD ausdrücklich, dass Mohya dadurch nicht blockiert werden soll: „Nein, überhaupt nicht. Das dürfen wir auf keinen Fall machen.“ Der Transfer sei vielmehr aus der Kadersituation heraus entstanden – insbesondere mit Blick auf den verletzungsbedingten Ausfall von Robin Hack. „Es ist mit Sicherheit nichts gegen Wael. Er bekommt seine Einsatzzeiten“, so der Coach.
Fakt ist allerdings: Zuletzt war Mohyas Spielzeit überschaubar. In den fünf Bundesliga-Partien im Januar kam der jüngste Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte insgesamt nur auf 74 Minuten. Regelmäßige Einsatzzeit bleibt für seine Entwicklung wichtig. Polanski will daher flexibel bleiben und alle Optionen prüfen: „Im besten Fall bekommt er die Spielzeit bei uns. Aber natürlich müssen wir das auf jeden Fall im Auge behalten“, sagte er mit Blick auf mögliche Einsätze bei der U23, die mit den Profis oft zeitgleich im Einsatz ist.
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Bolins Verpflichtung soll den Kader verbreitern, nicht Mohyas Weg versperren. Der Youngster bleibt ein fester Bestandteil der Planungen.