Warmed Omari
Hamburger SV
HSV steuert Omari behutsam durch die Woche

Kristian Dordevic

Der Hamburger SV hat in Warmed Omari seit Kurzem wieder einen Leistungsträger zur Verfügung und dabei soll es möglichst auch dauerhaft bleiben. Deshalb haben die Norddeutschen in dieser Woche Rücksicht auf den lange ausgefallenen Verteidiger genommen.
 
Fast vier Monate war Omari wegen eines Außenbandrisses im Oberschenkel raus, ehe er am vergangenen Spieltag das lang ersehnte Startelf-Comeback feierte. Dabei blieb der Leistungsträger direkt über die volle Distanz auf dem Platz.
 
Das macht sich bemerkbar. „Wenn man so lange raus ist und dann das erste Mal 90 Minuten spielt, gibt der Körper ein paar Rückmeldungen“, konstatierte Hamburgs Assistenztrainer Loïc Favé in Vertretung des erkrankten Chefcoaches Merlin Polzin während der Spieltagspressekonferenz. Eine erwartbare körperliche Reaktion.
 
Entsprechend sei es ein normaler Prozess, dass im weiteren Verlauf auf die Trainingsbelastung des Spieler geachtet wird, so wie am Donnerstag: „Warmed haben wir heute gesteuert.“ Omari soll aber rechtzeitig vor dem Spiel gegen Union Berlin wieder mitmachen: „Wir gehen davon aus, dass er morgen dabei sein kann.“
 

Wo bringt der HSV Omari und Capaldo unter?


Dann wird der HSV vor eine schwierige Entscheidung gestellt: Omari ist im Team ebenso eine Säule wie Stammspieler Nicolás Capaldo, der nach abgesessener Sperre wieder spielberechtigt ist. Der Argentinier hat in Omaris Abwesenheit die Rolle rechts in der Abwehr übernommen.
 
Der Einsatz von Luka Vušković steht ohnehin nicht zur Disposition, sodass eine der denkbaren Variante wäre, für einen der zwei Erstgenannten links in der Abwehr Platz zu schaffen. Zum Beispiel für Omari: „Er hat auch schon Spiele auf der linken Seite gemacht. Von daher ist es schon möglich“, dachte Favé laut nach. „Gerade mit seiner Ballsicherheit, unter Druck Lösungen zu finden. Deswegen trauen wir ihm auf jeden Fall zu.“
 
Jedoch hat sich auch Capaldo längst als variabel einsetzbare Option bewährt. Sein Einsatzgebiet beschränkt sich nicht nur auf die zentralen Posten in Abwehr und Mittelfeld, er ist auch eine Alternative auf der rechten Außenbahn. Das würde den Vorteil bringen, dass die Abwehr nicht allzu sehr durcheinandergerüttelt wird, die Leistungsträger aber dennoch gleichzeitig auf dem Feld stehen.