Licht und Schatten lagen bei Yuito Suzuki im Pokal-Viertelfinale gegen Hertha BSC (6:5 n.E.) so nah beieinander wie bei kaum einem anderen Spieler. Trainer Julian Schuster zog nach dem dramatischen Halbfinaleinzug ein differenziertes, aber letztlich sehr positives Fazit über seinen japanischen Offensivwirbler.
Obwohl Suzuki in der Verlängerung (96.) eiskalt zur 1:0-Führung getroffen hatte, leitete er nur wenig später mit einem unüberlegten Fehlpass den Ausgleich durch Fabian Reese ein. „Es war sehr ärgerlich, dass er diesen Ballverlust hatte“, gab Schuster unumwunden zu.
Doch das Lob überwog deutlich: Der Coach hob Suzukis „tolles Spiel“, seine enorme Laufbereitschaft im Pressing und die Fähigkeit, sich geschickt in den Zwischenräumen zu bewegen, hervor. Besonders beeindruckt zeigte sich Schuster von der mentalen Stärke des 24-Jährigen, der trotz seines Patzers dann im Elfmeterschießen sofort Verantwortung übernahm und den Ball versenkte.
Vom Joker zum Unterschiedsspieler
Nach einem holprigen Start im Breisgau hat sich der Sommer-Neuzugang längst zum potenziellen Matchwinner entwickelt. Dass er zuletzt gegen Bremen (1:0) zunächst nur auf der Bank saß, begründete Schuster mit der hohen Belastung und der Qualität, die Suzuki auch als „Edel-Joker“ einbringen kann. „Am liebsten würde ich ihn immer direkt aufs Feld schicken“, so der Trainer, doch die Steuerung der Kräfte habe Priorität.
Sein Einfluss auf das Spiel – ob als Unruhestifter in Unterzahl oder als eiskalter Verwerter von Abwehrfehlern – macht ihn aktuell für den SC Freiburg unverzichtbar.