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Köln-Trai­ner Gisdol sucht den Duda-Ersatz

Bennet Stark

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Vor dem Kölner Derby gegen den neuen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen hat sich personell nicht viel getan. Bis auf den gesperrten Ondrej Duda kann Trainer Markus Gisdol auf das gleiche Spielermaterial zurückgreifen wie am letzten Wochenende, als der knappe 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 gefeiert werden konnte.

Doch mit dem Ausfall von Duda fällt den Kölnern ein wichtiger Teil der sich zuletzt im Aufschwung befindenden Mannschaft weg. Der offensive Mittelfeldspieler war vermehrt auf ungewohnter Position in der Sturmspitze aufgestellt worden, machte seine Sache aber sehr gut. Duda war der neue Dreh- und Angelpunkt in der Offensive des FC, machte Bälle fest und konnte seine Mitspieler in Szene setzen.


Die Suche nach dem richtigen Spielertyp

Jetzt muss Trainer Gisdol im schweren Derby gegen die Werkself auf den Slowaken verzichten. Wer ihn ersetzt, darauf gab Gisdol am Montag noch keine Antwort. "Es hängt davon ab, welche Variante wir wählen. Wir haben mehrere Optionen für diese Position", erklärte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz.

Am ehesten kommen wohl die beiden Stoßstürmer Sebastian Andersson und Anthony Modeste infrage, die zuletzt mit Problemen kürzertraten, mittlerweile aber wieder voll im Mannschaftstraining sind. Doch das sind nicht die einzigen Optionen fürs Leverkusen-Spiel, wie Gisdol zu Wochenbeginn durchblicken ließ. "Wir haben auch Spieler, die es ähnlich interpretieren können wie Ondrej."


Hector indirekt ein Startelfkandidat?

Gemeint hat er damit Spieler wie Dominick Drexler, Marius Wolf oder Salih Özcan, die ebenso allesamt als zweite Spitze auflaufen könnten. Bei Letzterem wäre ein Vorziehen in die Spitze aber wohl nur denkbar, sofern Jonas Hector direkt in die Startelf rücken und so den Platz des Mittelfeldspielers übernehmen kann.

Doch nachdem Hector für das vergangene Spiel gegen Mainz nach seiner Verletzungspause nochmal abgewunken hatte und sich gegen einen Einsatz entschied, dürfte ein Startelfeinsatz gegen Mainz wohl auch noch zu früh kommen.

Coach Gisdol überlässt die Entscheidung aber erneut seinem Kapitän. "Bei Jonas bleiben wir bei dem, was wir letzte Woche gesagt haben. Jedes Training, das er machen kann, tut ihm gut. Wir sprechen vor der Nominierung miteinander."