Borussia Dortmund
1. Bundesliga
Nach Star­telfcome­back von Süle: Terzić beleuchtet Ab­wehrsitua­tion

Kristian Dordevic

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BVB-Trainer Edin Terzić hat in der Abwehrzentrale endlich die Qual der Wahl. Bei all dem Verletzungspech, das den Klub in der jüngeren Vergangenheit verfolgt hat, ist Borussia Dortmund jetzt an dem Punkt angekommen, für die Innenverteidigung auf drei arrivierte Kräfte zurückgreifen zu können. Terzić gab am Donnerstag einen kleinen Einblick, was das nun bedeutet.

Allen voran geht es darum, dass Niklas Süle jetzt eine vollwertige Option darstellt. Er war mit einer Muskelverletzung am Oberschenkel in die Bundesligasaison gestartet. An den ersten fünf Spieltagen lautete das Abwehrduo in der Dortmunder Anfangsformation jeweils: Nico Schlotterbeck und Mats Hummels.

Nach zuvor drei Einwechslungen hat Süle jetzt in der Champions League gegen den FC Kopenhagen (3:0) sein Startelfcomeback gegeben und über die volle Distanz gespielt. „Wir freuen uns, dass die Jungs in einer richtig guten Form sind und dass Niklas gut aus der Verletzung zurückgekommen ist“, hielt Terzić fest, dem das sich nun bietende Luxusproblem selbstredend lieber ist, als dass „alle drei nicht performen würden“.

Er blickte auf die kommenden Wochen voraus: „Wichtig wird sein, dass wir gut durch die Englischen Wochen kommen, bis die WM losgeht. Besonders auf dieser Position passiert immer mal was.“ Süles Rückkehr ermöglichte dem Dortmunder Trainer beispielsweise, Hummels unter der Woche eine Verschnaufpause zu geben.


Terzić hält sich Umstellung auf Dreierkette offen

Davon abgesehen müsse das allerdings gar nicht heißen, dass immer einer aus dem Trio draußen sitzt. „Seitdem wir die Verpflichtungen (von Süle und Schlotterbeck, Anm. d. Red.) bekannt gegeben haben, begleitet uns die Frage, mit welchem System wir spielen wollen“, merkte Terzić an. Eine Viererabwehrkette sieht er nicht in Stein gemeißelt: „Wir werden uns die Option immer offenhalten, auch mal mit allen in einer Dreierkette zu spielen.“

Bisher hat er aber immer auf die Viererkette gesetzt. Überwiegend mit Erfolg, steht Dortmund doch auf Platz zwei hinter Überraschungstabellenführer Freiburg. Was das kommende Duell mit Leipzig betrifft, ist außerdem die längere (Startelf-)Abwesenheit von Süle zu bedenken. Dass er dann wirklich direkt zweimal innerhalb von fünf Tagen beginnt, darf zumindest bezweifelt werden.