Derry Scherhant
1. Bundesliga
Chance auf Startelf? Dárdai holt sich Meinungen über Scherhant ein

JeromeTorarteng

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Pál Dárdai ist als neuer Trainer von Hertha BSC aktuell noch darum bemüht, eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Ausgemacht hat er inzwischen sechs bis sieben Führungskräfte, um die es ein passendes Gerüst zu bauen gilt. Dass er dabei auch auf Spieler aus dem Nachwuchs zurückgreifen wird, ließ er bereits wissen. Derry Scherhant könnte einer dieser Akteure sein.

Informationen über den 20-Jährigen hat sich Dárdai bei alten Bekannten besorgt. Unter anderem war Andreas „Zecke“ Neuendorf, seines Zeichens Lizenzbereichsleiter in Berlin, ein Gesprächspartner für den Coach. „Zecke ist wichtig, auch wenn er im Trainerstab nicht dabei ist. Er hat viel beobachtet im Nachwuchs und deshalb ist auch seine Meinung wichtig.“

Gesprächsthema war dabei unter anderem Scherhant: „Ob ich vielleicht Scherhant am Wochenende von Anfang an oder nicht von Anfang an spielen lasse, da brauche ich schon ein paar Meinungen. Auch wenn es optisch bei dem Jungen gut aussieht, kenne ich ihn nicht ganz“, ordnete Dárdai die Situation ein.

Auf eine gute Einschätzung seiner Mitarbeiter kann der Trainer in jedem Fall zählen, wie Dárdai versicherte: „Dann muss ich ehrliche Fragen stellen und ich erhalte ehrliche Antworten, weil wir uns schon seit hundert Jahren kennen. Das ist gut und kann uns weiterbringen“, erklärte die Berliner Trainerlegende.


Dárdai hat andere Spielertypen als in der Vergangenheit zur Verfügung

Während seiner letzten Rettungsmission bei Hertha BSC hatte Dárdai noch etwas andere Spielertypen in den Reihen. Jetzt dürfte er auf andere Mittel setzen, um die noch nötigen Punkte zum Erhalt der Klasse einzustreichen. Das Stichwort ist Tempofußball.

„Durch Dodi Lukébakio, Jessic Ngankam und auch durch Scherhant gibt es Schnelligkeit nach Balleroberung. Es ist viel einfacher zu kontern als damals mit Vedad Ibišević oder Salomon Kalou. Mit ihnen war es taktisch ein anderer Fußball“, so Dárdai auf der Pressekonferenz vor dem Bremen-Duell.

Laut Einschätzung von LigaInsider dürfte Hertha BSC im wichtigen Spiel gegen die Norddeutschen daher auf das spritzige Angriffstrio aus Lukébakio (rechts), Ngankam (zentral) und eben Scherhant (links) setzen. Florian Niederlechner und Wilfried Kanga haben aber ebenfalls Chancen auf die Startelf – dann wohl zum Nachteil von Scherhant.


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Wie sich das Restprogramm von Hertha BSC gestaltet, könnt ihr in der LigaInsider-Analyse zum Restprogramm der Bundesligisten überblicken!