Edmond Tapsoba
Bayer 04 Leverkusen
Schwieriger Einstieg nach Afrika-Cup: Tapsoba muss erst wieder ankommen

Kristian Dordevic

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Der erste Einsatz nach der Afrika-Cup-Teilnahme ist absolviert. Und zwar gleich über die volle Distanz. Dass Edmond Tapsoba beim 4:2 gegen Stuttgart ins kalte Wasser geworfen wurde, war aber der Abwehr-Not bei Bayer Leverkusen geschuldet. Und Gerardo Seoane merkte seinem Spieler durchaus an, dass er noch nicht der Alte ist, wie der Coach im Nachgang anklingen ließ.

Die persönlichen Umstände haben einen Startelfeinsätze im Grunde nicht hergegeben, dementsprechend war der ursprünglich nicht eingeplant. „Von Kamerun (Austragungsort des Turniers, Anm. d. Red.) nach Burkina Faso über die Türkei nach Deutschland“, beschrieb Seoane die fast dreitägige Rückreise.

Vor dem Spiel habe der Abwehrmann, der sich zurück in Leverkusen ganz anderen Witterungsbedingungen ausgesetzt sah („von 35 zu 0 Grad“), lediglich zwei Trainings machen können.

Der Bayer-Trainer unmissverständlich: „Er hätte nicht von Anfang an gespielt, wenn Jonathan Tah nicht krank wäre.“ Zu allem Überfluss stand auch Odilon Kossounou verletzt nicht zur Verfügung.


„Vom Potenzial noch Luft nach oben“ – Bayer-Coach Seoane nach Tapsoba-Comeback

Tapsoba musste also doch ran. Und sich reinkämpfen: „So merkte man ihm schon an, dass es den Prozess der Anpassung gab.“ Seoane nahm im Verlauf der Partie jedoch Besserung wahr, „wodurch er einige gute Zuspiele hatte und wichtige Zweikämpfe gewinnen konnte“.

Dessen ungeachtet bedarf es weiterer Steigerung. Schließlich hat während Tapsobas Abwesenheit das Abwehrduo bestehend aus Tah und Piero Hincapié nahezu ausschließlich Erfolge eingefahren (3 Siege – 1 Unentschieden) und Argumente sammeln können. Auch Seoane hielt nach dem Auftritt am Sonntag fest, dass der Afrika-Cup-Rückkehrer „vom Potenzial noch Luft nach oben hat“.