Edmond Tapsoba
Bayer 04 Leverkusen
Sitzt Tapsoba gegen Bielefeld auf der Bank?

Kristian Dordevic

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Der erste Eindruck nach der Rückkehr in die Startelf ist etwas mäßig. Zwar zeigte sich Edmond Tapsoba im zweiten Einsatz von Beginn an nach seiner Afrika-Cup-Teilnahme verbessert, nichtsdestotrotz könnte es ihn erst mal wieder auf die Bank von Bayer Leverkusen verschlagen.

Offenbar muss Tapsoba seinen Takt noch finden. Das sieht auch Geschäftsführer Rudi Völler so. „Er ist der fußballerische Innenverteidiger, der mit seiner Abgeklärtheit und Technik glänzt und sich wieder einspielen muss“, wird er im kicker zitiert. „Das ist normal, er muss erst richtig in den Rhythmus kommen.“

Tapsobas bisheriger Saisonverlauf: etwas unglücklich. Aufgrund eines Syndesmoserisses am Sprunggelenk musste er seinen persönlichen Start in die Spielzeit verlegen, erst zum 10. Spieltag der Bundesliga konnte sich der Verteidiger seinen Stammplatz zurückerobern.

Einmal festgespielt, war er sechs Startelfeinsätze später erneut raus. Seine Dienste für Burkina Faso waren gefragt. Beim 4:2-Sieg gegen Stuttgart durfte er notgedrungen von Beginn an ran (LigaInsider-Note 4,0), spielte auch eine Woche später bei der 2:3-Niederlage in Mainz durch (3,5).


Seoane geht ohne personelle Abwehrsorgen ins Spiel gegen Bielefeld

„Was die Präsenz in den Zweikämpfen betrifft, hat er sich gegenüber dem ersten Spiel gesteigert. Das hat er ziemlich gut gemacht“, urteilte Bayer-Trainer Gerardo Seoane im Nachgang. Aber „im Spielaufbau, wo ja seine größte Stärke liegt“, könne Tapsoba mehr Einfluss nehmen und noch aktiver sein.

Voll auf der Höhe dürfte der 23-Jährige klar ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um einen Platz in der ersten Elf mitzureden haben. Wie in der Vorsaison, in der er als „Senkrechtstarter“ (Völler) eine feste Größe wurde.

Aktuell gibt es die Personalsituation her, dass Seoane ihm gegen Arminia Bielefeld (Samstag, 15:30 Uhr) eine Pause gönnt. Die eingespielte Abwehrreihe (Frimpong, Tah, Hincapié, Bakker) steht anders als in den vergangenen beiden Partien komplett zur Verfügung. Es dürfte letztlich auf einen Zweikampf zwischen Tapsoba und Hincapié hinauslaufen.


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