Hannes Wolf
1. Bundesliga
Mönchenglad­bach vor Verpflichtung von Wolf?

Fabian Kirschbaum

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Wie die "Leipziger Volkszeitung" und "GladbachLive" ("Express") berichten, arbeiteten die Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach an einem neuen Transfercoup, nachdem Manager Max Eberl in jüngster Vergangenheit schon einige gute Einkäufe gelungen sind. Dieses Mal ist wohl Hannes Wolf von RB Leipzig das Objekt der Begierde.

Wolf, der erst im Sommer 2019 für zwölf Millionen Euro zu den Sachsen gekommen war, aber aufgrund einer schweren Verletzung (Knöchelbruch) noch nicht so richtig durchstarten konnte, soll demnach bald die Offensive der Borussia verstärken.


Gladbach strebt wohl Leihe mit Kaufoption an

Bei alldem soll dann wiederum vonseiten der Gladbacher ein Leihgeschäft mit möglicher Kaufoption angestrebt werden, da laut "GladbachLive" ein Kauf Wolfs (Vertrag bis 2024) "für den VfL – Stand jetzt – nicht infrage kommen" dürfte.

Falls der Wechsel an den Niederrhein letztlich wirklich realisiert wird, würde der österreichische U21-Nationalspieler auf einen alten Bekannten und Förderer treffen. Denn Cheftrainer Marco Rose und Wolf verbindet eine gemeinsame und erfolgreiche Zeit bei Red Bull Salzburg.

Die Verbindung der beiden, die beide im vergangenen Sommer eine neue Aufgabe annahmen, soll dabei in den vergangenen Monaten nie abgerissen sein. Es bleibt also offenbar spannend, ob Rose seinen "Wunschspieler" ab dem 1. Juli in Gladbach begrüßen darf. Insgesamt möchte der Offensivakteur wohl zu Rose und Rose möchte Wolf.

Ein Leihgeschäft könnte passen, um Wolf wieder mehr Spielpraxis zu ermöglichen – bisher kommt der Youngster lediglich auf fünf Einsätze bei den Leipzigern.


Update: "Auch wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt"

Dass in der Personalie prinzipiell Gesprächsbedarf besteht, machte RB-Coach Julian Nagelsmann am Dienstag deutlich: "Wir werden uns nach der Saison mit ihm und seinen Beratern zusammensetzen und schauen, was der richtige Weg ist. Natürlich ist er nicht zufrieden mit seiner Situation, das ist normal. Auch wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt. Er konnte natürlich nichts für seine Verletzung."

Erschwerend sei im Verlauf der Saison hinzugekommen, dass andere Neuzugänge beziehungsweise Konkurrenten "gut eingeschlagen" haben, allen voran Christopher Nkunku. Daher müsse auch nicht zwingend immer auf die "Schuldfrage" eingegangen werden.

Nichtsdestotrotz gilt es, die Lage neu zu bewerten. "Dann werden wir uns am Ende der Saison unterhalten, was seine Vorstellungen sind, was unsere sind. Und dann muss es schon Sinn machen", so Nagelsmann.

Zu berücksichtigen sei in diesem Zusammenhang, dass Leipzig für die Verpflichtung des Spielers einiges an Geld in die Hand genommen hat (kolportierte zwölf Millionen Euro), "auch mit einer Idee dahinter". Ob die Beteiligten diese Idee noch für umsetzbar halten, müsse überprüft werden.

Was das angebliche Gladbach-Buhlen betrifft, gab es vonseiten des Fußballlehrers allerdings keine Bestätigung.