Tuta
Eintracht Frankfurt
Glasner: Tuta „strotzt im Moment nicht gerade vor Selbstvertrauen“

Fabian Kirschbaum

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Bisher kam Tuta in dieser Saison nur in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Einsatz. Da schied Eintracht Frankfurt jedoch nach einer 0:2-Niederlage gegen Waldhof Mannheim aus. Danach bekam der brasilianische Abwehrmann von SGE-Chefcoach Oliver Glasner keine einzige Einsatzminute mehr. An den vergangenen drei Bundesligaspieltagen gehörte er nicht mal zum Kader der Adlerträger.

Vor dem 1:1 gegen den 1. FC Köln am zurückliegenden Samstag wurde Glasner nun noch einmal gefragt, ob er eine Einschätzung zu Tutas Situation geben könnte. Der österreichische Fußballlehrer gab an: „Es tut mir auch ein bisschen leid für ihn. Es ist jetzt sicher keine einfache Phase. Er hat es eigentlich anfangs sehr gut weggesteckt, dass er rausgefallen ist. Ich denke aber, dass er mit der Gesamtsituation ein bisschen kämpft mit seinen jungen Jahren.“

Glasner ergänzte: „Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen und er hat unsere vollste Unterstützung, aber es wäre auch nicht zielführend, wenn ich den Eindruck habe der Junge ‚wackelt‘, ihn dann mit aller Macht reinzuwerfen und dann passieren Fehler. Diesen Eindruck habe ich, dass er im Moment nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt und dadurch nicht seine vollen Stärken einbringen kann.“

Danach hatte der Übungsleiter aber auch noch ein paar aufmunternde Worte für den 22-Jährigen übrig: „Es ist besonders wichtig, in solchen Phasen dranzubleiben und an sich zu glauben. Dafür hat er die vollste Unterstützung von allen im Klub. Und dann wird er auch da wieder herauskommen.“


Bekommt Tuta eine Chance in der Dreierkette?

Natürlich hängt die Situation bei Tuta genauso mit der Konkurrenzsituation zusammen – auch was die Bank angeht. So hat Glasner zuletzt den wieder genesenen Almamy Touré mitgenommen, da er sowohl auf den Außen als auch innen spielen kann. Zudem gibt es auch noch Stefan Ilsanker und Glasner habe auch gerne viele Offensiv-Optionen auf der Bank.

Alles Gründe, warum Tuta zuletzt nur die Rolle als Zuschauer blieb. Ein Funken Hoffnung könnte allerdings sein, dass der neue Trainer wohl spätestens zum Kracher-Spiel am Sonntag in München die Rückkehr zur Dreierkette plant. Das berichtet wiederum die Bild. Diese Maßnahme ist demnach aber auch dem erneuten Verletzungspech (Chandler, Durm und N'Dicka) geschuldet.

Als rechter Innenverteidiger hatte Tuta in der vergangenen Rückrunde (damals noch unter Ex-Coach Adi Hütter) einen Stammplatz sicher. Vielleicht setzt Glasner bei einer Umstellung nun wieder auf ihn. Einen Wink dahingehend könnte die anstehende Europa-League-Partie gegen Royal Antwerpen geben. Die findet am Donnerstagabend (Anstoß: 18:45 Uhr) vor dem Duell mit FC Bayern statt.