Marcel Sabitzer
Borussia Dortmund
„Sein Ver­dienst“: Nagelsmann lobt Entwicklung von Sabitzer

Robin Meise

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Marcel Sabitzer hatte nach seinem Wechsel von RB Leipzig kein einfaches erstes Jahr beim FC Bayern München. Das weiß auch Cheftrainer Julian Nagelsmann, der den Mittelfeldakteur trotz seiner schwachen Saison nicht abgeschrieben hat. Inzwischen hat sich der Österreicher, der in allen bisherigen Bundesligaspielen der Startelf angehörte, zu einem festen Bestandteil der Mannschaft entwickelt. Besonders im zurückliegenden Spiel gegen Union wusste er zu gefallen.

„Es gab immer wieder negative Kommentare über ihn und seine Spielweise, die ich absolut nicht teilen kann. Letztes Jahr hat er keine gute Saison gespielt. Das weiß er auch selber. Es ist auch kein Geheimnis, dass er es besser kann. Dieses Jahr macht er es sehr, sehr gut. Gegen Union Berlin war er unser bester Spieler auf dem Platz“, so Nagelsmann auf der Pressekonferenz zum Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand.

Die Leistungen von Sabitzer fliegen laut Nagelsmann etwas unter dem Radar: „Er ist jetzt kein Cristiano Ronaldo. Es ist nicht immer leicht, seinen Wert zu sehen, wenn er kein Tor schießt oder keine Vorlage macht. Es ist nicht immer spektakulär, aber er ist sehr intelligent in seiner Spielweise. Wir schlackern nicht mit den Ohren, weil ein finaler Ball nach dem anderen gespielt wird, aber es ist sehr clever im Zweikampf und im Ballbesitz.“


Abschied nach Flop-Saison? Sabitzer blieb stur

Nach der schwachen letzten Runde kochte die Gerüchteküche hinsichtlich eines möglichen Abgangs Sabitzers natürlich schnell hoch. Der 28-Jährige hat sich jedoch gegen den leichten Weg entschieden.

„Er hat extrem schlechte Noten gekriegt, viel schlechte Berichterstattung in allen Medien. Er hat selbstkritisch gesagt, dass er eine schlechte Saison gespielt hat. Manch andere wären dem Druck erlegen und hätten gesagt: Dann mache ich was anderes“, so der Coach. „Er hatte auch Angebote, was Neues zu machen, das ist gewiss.“

Nagelsmann weiter: „Er wusste aber, dass er besser spielen kann. Und ich wusste es auch, weil ich ihn zwei Jahre lang [in Leipzig] trainiert habe und ihn unbedingt mitnehmen wollte. Ich finde ihn sehr gut, weil er viel mitbringt für das Spiel von Bayern München.“

Und den Grund dafür, dass es jetzt läuft wie früher, sieht der Chefcoach in erster Linie beim Spieler selbst und dessen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. „Ich habe mit ihm im Umgang nicht viel gemacht im Vergleich zum letzten Jahr. Das war sein Verdienst, weil er einfach stur geblieben ist.“