Milot Rashica
1. Bundesliga
Leipzig "nicht ganz raus" – aber verhärtete Fronten

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Die "Bild" hat RB Leipzig vor einigen Tagen nachgesagt, sich gedanklich von einer Verpflichtung von Milot Rashica verabschiedet zu haben. Gleichzeitig hieß es in dem Bericht aber (relativierend), der sächsische Bundesligist habe zunächst andere Prioritäten und würde sich nach deren Abarbeitung einem Rashica-Transfer widmen, wenn Geld übrig bleiben sollte.

Dass das Thema nicht vom Tisch ist, stellte Frank Baumann, Geschäftsführer Sport des SV Werder Bremen, inzwischen öffentlich klar: "Leipzig ist nicht ganz raus", sagte er auf konkrete Nachfrage und bestätigte, dass Rashica sich ein Engagement bei den Roten Bullen "gut vorstellen könnte".

Er räumte jedoch auch ein, dass die Vereine bislang nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind. "Da ist es so, dass beide Klubs für sich ein Limit gesetzt haben. Und diese Grenzen überschneiden sich aktuell einfach nicht", so der Manager.

Leipzig sollen ungefähr 15 Millionen Euro (plus Boni) vorschweben, Bremen 20 bis 25 Millionen Euro. Baumann prophezeite: "Wenn keiner sich bewegt in den Grenzbereichen, dann wird der Transfer nicht zustande kommen."


Platzt der Wechsel nach Leipzig, geht es bei null los

Gegenwärtig scheint RB der einzige Verhandlungspartner zu sein. Sollte der angestrebte Wechsel tatsächlich scheitern, würde das weitere Vorgehen zunächst mal vom Spieler abhängen. "Wenn er sich einen anderen Klub vorstellen kann, dann geht die Verhandlungsrunde zwischen den Klubs von neuem los."

Aus der Bundesliga soll es kein konkretes Interesse geben. Aus England wirbt angeblich Aston Villa um die Dienste des Kosovaren, gehört jedoch nicht zu den interessanten Adressen (kein Europacup).

Ein Verbleib an der Weser, wo eine Vertragsbindung bis 2022 gegeben ist, wäre eine weitere, jedoch "nicht die wahrscheinlichste Variante". Rashica will den nächsten Schritt machen und Werder hat einen "gewissen Druck", Transfererlöse zu erzielen. Schlecht für Leipzig: Bremen sieht sich nicht so sehr unter Druck, "dass wir Spieler egal für welchen Preis verkaufen müssen".