Eintracht Frankfurt
1. Bundesliga
Borré und Lammers: Glasner klärt über neue Angriffsmöglichkei­ten auf

Hubsi

© imagoimages / Revierfoto

Mit Sam Lammers hat Oliver Glasner am Deadline Day einen neuen Stürmer bekommen. Stellt sich nun natürlich die Frage, wie der Übungsleiter den neuen Angreifer bei Eintracht Frankfurt ins System integriert und was das für Folgen für den bisherigen Stammstürmer Rafael Santos Borré hat.

„Wir haben mehrere Optionen, eine davon ist das 4-4-2. Wir können auch mal etwas defensiver mit einer klaren Zehn auflaufen“, klärte Glasner über die Möglichkeiten mit den beiden Stürmern auf. „Rafael spielt in der kolumbianischen Nationalmannschaft übrigens ganz oft auf der rechten Seite im 4-4-2.“

Bislang war Borré als einzelne Spitze gefragt, was ihm selbst nicht so sehr gefallen hat. „Ein zweiter Stürmer wäre gut“, gab der Kolumbianer vor der Verpflichtung von Lammers zu. Es sei für ihn gut vorstellbar, sich „mit einem klassischen Neuner zu ergänzen“, ein „groß gewachsener Stürmer“ biete etwas mehr Variabilität. Genau in diese Kategorie passt Lammers mit seinen 191 Zentimetern, sodass auch Borrés Stärken nun zum Vorschein kommen können.


Glasner: „Es ist wichtig, Kontinuität reinzubringen“

Zurück zu den taktischen Überlegungen Glasners: Der Coach möchte nun, dass sich die Mannschaft einspielt, die Spieler sollen zunächst eine feste Position innehaben und nicht hin und her geschoben werden. Auch hält es der 47-Jährige „nicht für klug, jede Woche das System zu wechseln, nur um zu zeigen, wie variabel wir sind.“

„Es ist wichtig, Kontinuität reinzubringen“, hielt der Trainer fest, der damit auch seine Umstellung von Dreier- auf Viererkette begründete, die eigentlich gegenläufig zu den Aussagen ist. „Das war auch der Hauptgrund, warum wir umgestellt haben: Mit einer Viererkette sind die Abläufe leichter zu trainieren.“


Rollenverteilung ist im 4-4-2 am einfachsten

„Die Rollenverteilung ist am einfachsten, wenn wir aus einem 4-4-2 heraus attackieren“, fuhr Glasner fort. In einer Dreierkette brauche es Mut, um Druck auf den Gegner auszuüben. Zusätzlich müssen die herausrückenden Spieler durch ihre Hintermänner abgesichert werden.

„Doch das erfordert mehr Abstimmung als im 4-4-2, in dem das sehr viel klarer ist. Du musst dich darauf verlassen, dass dein Mitspieler dir den Rücken freihält. Wenn dieses Vertrauen, diese Automatismen fehlen, führt das zu Zögerlichkeit und Passivität“, erklärte der Coach.

Auch wenn der Trainer nun für den Saisonstart offensichtlich ein 4-4-2 favorisiert, kann er sich zukünftig auch andere Spielsysteme vorstellen: „Es kann aber auch sein, dass wir mal in einem 3-5-2 mit offensiven Achtern spielen, die Raute im 4-4-2 gefällt mir ebenfalls sehr gut“, möchte Glasner alsbald auch Flexibilität in seine Aufstellung bringen. Zunächst zählt aber wohl erstmal die Kontinutät.