Bayer 04 Leverkusen hat sich am 9. Bundesliga-Spieltag mit 2:1 beim 1. FC Köln durchgesetzt und nach zuletzt drei Niederlagen in vier Pflichtspielen einen wichtigen Erfolg eingefahren. In einer intensiven Begegnung mit zahlreichen Zweikämpfen, hitzigen Diskussionen und Chancen auf beiden Seiten gab letztlich die individuelle Klasse der Gäste den Ausschlag. Für die Kölner war es die erste Heimniederlage der laufenden Bundesliga-Saison.
Die Partie nahm von Beginn an Fahrt auf. Zwar verbuchte Köln durch Linton Maina bereits in der ersten Minute den ersten Abschluss, anschließend übernahm Leverkusen aber zunehmend die Kontrolle. FC-Keeper Marvin Schwäbe verhinderte mit mehreren starken Paraden zunächst einen frühen Rückstand, war in der 7. Minute allerdings machtlos: Aleix García zirkelte einen direkten Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert über die Mauer in den linken oberen Winkel.
Die Hausherren zeigten sich vom frühen Gegentor nicht völlig beeindruckt und kamen wenig später durch Sebastian Sebulonsen zu einer großen Ausgleichschance. Dessen Abschluss parierte Mark Flekken mit dem Fuß, ehe der Nachschuss von Maina geblockt wurde. In der Folge entwickelte sich eine zunehmend umkämpfte Begegnung, in der Leverkusen spielerisch die Oberhand behielt, während Köln nur noch vereinzelt gefährlich wurde. Mit der knappen Gästeführung ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Hitzige zweite Halbzeit mit Rudelbildung
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Schärfe zu. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff sah Mikey Moore die Gelbe Karte. Wenig später forderten die Kölner nach einem Zweikampf zwischen Moore und Facundo Medina im Strafraum einen Elfmeter, Schiedsrichter Felix Zwayer ließ allerdings weiterspielen. Die ohnehin aufgeheizte Stimmung im RheinEnergieSTADION entlud sich anschließend in einer Rudelbildung, bei der mehrere Spieler aneinandergerieten.
Sportlich entwickelte Köln nun mehr Druck, ließ im letzten Drittel aber häufig die nötige Präzision vermissen. Leverkusen blieb seinerseits gefährlich und kam durch Afonso Moreira, Patrik Schick und Ibrahim Maza zu weiteren guten Möglichkeiten. Schwäbe hielt die Hausherren mit mehreren Paraden im Spiel. Auf der Gegenseite verpasste Maina in der 69. Minute eine scharfe Hereingabe von Said El Mala nur knapp und damit eine der besten Gelegenheiten zum Ausgleich.
Schick trifft, El Mala sorgt für Spannung
In der Schlussphase drängten die Kölner auf den Ausgleich, während sich für die Werkself zunehmend Räume zum Kontern ergaben. Ein vermeintlicher Treffer von Schick wurde zunächst aufgrund eines Handspiels aberkannt. Wenige Minuten später machte es der Tscheche dann besser: Nach einem Zuspiel von Maza setzte sich der Angreifer im Strafraum gegen Joël Schmied durch und schob den Ball in der 85. Minute überlegt zum 2:0 ins lange Eck.
Doch die Entscheidung war das noch nicht. In der zweiten Minute der Nachspielzeit brachte der eingewechselte Malek El Mala eine Flanke von der rechten Seite an den Fünfmeterraum, wo sein Bruder Said den Ball direkt nahm und sehenswert zum 1:2-Anschluss ins Netz beförderte. Der späte Treffer sorgte noch einmal für Spannung, am Leverkusener Auswärtssieg änderte sich allerdings nichts mehr.
Damit belohnte sich Leverkusen nach zuletzt schwierigen Wochen mit drei wichtigen Punkten. Köln hingegen blieb trotz einer kämpferischen Vorstellung und einer zwischenzeitlich druckvollen zweiten Halbzeit ohne Zählbares und musste erstmals in dieser Bundesliga-Saison vor heimischem Publikum eine Niederlage hinnehmen.
Tore:
0:1 Aleix García (7., direkter Freistoß)
0:2 Patrik Schick (85., Maza)
1:2 Said El Mala (90.+2, Malek El Mala)
Besonderes Ereignis:
Ein weiterer Treffer von Patrik Schick (81.) wurde aufgrund eines vorausgegangenen Handspiels des Tschechen aberkannt.
Aufstellung des 1. FC Köln






























