Im dritten Bundesliga-Spiel hat Mauro Lustrinelli bereits zum dritten Mal eine andere Besetzung im Abwehrzentrum des 1. FC Union Berlin gewählt. Beim 1:3 gegen den FC Schalke 04 rückte Leopold Querfeld für Zeno Van Den Bosch in die Startelf und bildete gemeinsam mit Felix Uduokhai die Innenverteidigung.
Van Den Bosch hatte an den ersten beiden Spieltagen jeweils von Beginn an gespielt. Gegen Schalke entschied sich Lustrinelli stattdessen für Querfeld, von dessen Stärken sich der Coach vor allem bei hohen Bällen einen Vorteil versprach. „Dieses Mal habe ich so gewählt, weil Leo uns mit seiner Präsenz bei hohen Bällen helfen sollte“, erklärte der Schweizer.
Auch Uduokhais starker linker Fuß spielte bei der Zusammensetzung eine Rolle. „Mit Felix haben wir einen linken Fuß und so ein besseres Gleichgewicht mit links und rechts“, führte Lustrinelli aus. Grundsätzlich sieht der Trainer alle drei Innenverteidiger „auf einem guten Niveau“.
Union sucht weiter nach defensiver Stabilität
Die erhoffte defensive Stabilität brachte die veränderte Besetzung gegen Schalke allerdings nicht. Nach drei Spieltagen hat Union bereits zehn Gegentreffer kassiert und steht mit einem Punkt sowie einem Torverhältnis von 4:10 da. Insbesondere bei Hereingaben erkennt Lustrinelli Handlungsbedarf: „Wir bekommen viele Gegentore nach Flanken.“
Die Verantwortung sieht der Coach dabei nicht allein bei seinen Innenverteidigern. „Das betrifft alle. Wir brauchen mehr Disziplin im Strafraum und müssen näher am Mann bleiben“, betonte Lustrinelli. An diesem Thema arbeite die Mannschaft „fast täglich“.
Einfacher wird die Aufgabe für Union in naher Zukunft nicht. Vor der anschließenden Länderspielpause wartet am kommenden Freitag (18. September, 20:30 Uhr) das Auswärtsspiel beim FC Bayern München auf die Köpenicker.

