Als einzige der sechs deutschen Mannschaften im Europacup hatte Borussia Dortmund in dieser Woche zum Ausklang der Gruppenphase tabellarisch noch etwas zu gewinnen respektive zu verlieren: Im Auswärtsspiel bei Real Madrid galt es, die Spitzenposition in Gruppe F zu behaupten. Dazu bedurfte es wenigstens eines Unentschiedens im Estadio Santiago Bernabéu. Das Ticket für das Achtelfinale des Wettbewerbs hatten sowohl die Deutschen als auch die Königlichen schon vor dem Duell gelöst.
BVB-Coach Thomas Tuchel ging die Aufgabe mit drei personellen Veränderungen im Vergleich zum Borussia-Duell am Wochenende an. Weigl, Pulisic und Schürrle rückten in die erste Elf für Ginter, den verletzten Sahin und Reus – Letztgenannter erholte sich rechtzeitig von seinem Infekt, nahm aber zunächst auf der Ersatzbank Platz.
Die Aufstellung des BVB
Nach mutigen ersten Minuten verlor Dortmund über weite Strecken der ersten Halbzeit den Faden, wodurch die dominanten Hausherren immer wieder gefährlich vors Gäste-Tor kamen. In der Konsequenz geriet das deutsche Team nach knapp einer halben Stunde verdient in Rückstand (28., Benzema).
In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs meldeten sich die Schwarz-Gelben indes zurück und kamen ihrerseits zu guten Chancen. Ein Erfolgserlebnis blieb jedoch aus – mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Kabine.
Tuchels Mannschaft sorgte auch umgehend nach dem Seitenwechsel zweimal für Gefahr vor dem Real-Gehäuse, nur ins Tor wollte der Ball weiterhin nicht. Einen zwischenzeitlichen Dämpfer bescherte erneut Benzema: Der scheiterte erst aus nächster Nähe an BVB-Keeper Weidenfeller, um wenige Momente später per Kopf doch einzunetzen (53.).
Dortmund sollte der Treffer und damit der Anschluss dann endlich gelingen – Aubameyang (60.) machte die Sache nach guter Vorarbeit von Weigl und Schmelzer wieder spannend. Obwohl Real in der Folge mehrere Gelegenheiten hatte, den alten Abstand wiederherzustellen – unter anderem traf Ronaldo Aluminium (78.) –, gelang dem BVB mit einem sauberen Konter kurz vor Schluss der Lucky Punch: Der eingewechselte Reus schob die Kugel nach Zuspiel von Aubameyang zum 2:2-Endstand über die Linie.
(Rekord-)GRUPPENSIEGER! // GROUP WINNERS! #rmbvb 2-2 FT pic.twitter.com/bOrNCcUWBx
Dank der zwei erzielten Tore gehört den Westfalen ein neuer Rekord in der Champions League: 21 Tore in der Gruppenphase hat bislang noch keine Mannschaft erzielt.








