Der FC Bayern München muss im Champions-League-Duell bei Atlético Madrid (Dienstag, 21:00 Uhr) gleich auf mehrere Offensivkräfte verzichten. Mit Serge Gnabry (Muskelverletzung im Oberschenkel), Jamal Musiala (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Ismael Saibari (Syndesmoseriss), Luis Díaz (Muskelbündelriss) und Bara Sapoko Ndiaye (Blinddarm-Operation) fehlen gleich fünf Spieler.
Besonders auf der Zehnerposition ist damit Improvisation gefragt. Lennart Karl und Nathaniel Brown gelten als mögliche Kandidaten, doch Co-Trainer Aaron Danks wollte sich auf der Pressekonferenz vor der Partie nicht auf die beiden festlegen. „Ich denke, wir haben da auch noch ein paar Optionen mehr“, erklärte der 43-Jährige.
Welche Lösung die Münchner wählen, soll erst nach einer internen Abstimmung feststehen. „Wir müssen uns heute Abend als Trainerteam zusammensetzen, um zu besprechen, wer diese Rollen und Positionen ausfüllen kann“, so Danks.
Danks setzt auf individuelle Stärken
Unabhängig von der personellen Besetzung soll die grundsätzliche Spielidee erhalten bleiben. Dabei räumt Danks den möglichen Vertretern durchaus Freiheiten ein: „Wir haben eine klare Identität, wie die Mannschaft auftreten soll, aber jeder Einzelne wird die Rolle etwas anders interpretieren. Wir wollen, dass sie ihre Stärken einbringen und ihre Qualitäten für das Team nutzbar machen.“
Für die letztlich ausgewählten Spieler gab es bereits eine deutliche Rückendeckung: „Wer auch immer morgen in diesen Räumen spielt: Ich werde ihm das volle Vertrauen schenken, rauszugehen, sich zu entfalten, seine Fähigkeiten zu zeigen und das Spiel an sich zu reißen.“
Die Bayern müssen ihre Offensive gegen Atlético somit neu besetzen, ohne von ihrer grundsätzlichen Ausrichtung abzurücken. Wer die zentrale Rolle hinter der Spitze übernimmt, ließ Danks zunächst offen.

