Trotz sieben Gegentoren in den ersten beiden Bundesliga-Spielen hält Mauro Lustrinelli beim 1. FC Union Berlin an seiner Viererkette fest. Auch im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend (20:30 Uhr) setzt der Cheftrainer auf zwei Innenverteidiger – im dritten Saisonspiel allerdings bereits auf die dritte unterschiedliche Kombination.
Zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt (3:3) bildeten Leopold Querfeld und Zeno Van Den Bosch das Zentrum, bei der Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen (0:4) rückte Felix Uduokhai für Querfeld in die Mannschaft. Gegen Schalke starten nun erstmals Querfeld und Uduokhai gemeinsam, während Van Den Bosch auf der Bank Platz nimmt.
An der grundsätzlichen Ausrichtung möchte Lustrinelli trotz der defensiven Probleme zunächst nicht rütteln. „Mit der Viererkette haben wir mehr Möglichkeiten nach vorne“, erklärte der Schweizer im Vorlauf bei Sky. Für ihn gehe es ohnehin „nicht nur um Vierer- oder Fünferkette, sondern um die gesamte Mannschaft“.
Dass diesmal Querfeld den Vorzug vor Van Den Bosch erhält, begründete Lustrinelli vor allem mit den Eindrücken aus der Trainingswoche. „Leo hatte vor dem letzten Spiel eine ganz schwierige Woche, diesmal hat er sehr gut trainiert“, so der Coach. Zudem verspricht er sich von der Kombination mit Uduokhai mehr Ausgewogenheit: „Mit Felix haben wir einen Linksfuß und mit Leo einen Rechtsfuß. Dadurch haben wir etwas mehr Balance.“ Gegen Van Den Bosch sei die Entscheidung ausdrücklich nicht gefallen: „Das war keine Entscheidung gegen Zeno, sondern eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.“

