Lorenz Assignon darf trotz seines misslungenen Startelf-Auftritts gegen Borussia Mönchengladbach (LigaInsider-Note 5,0) mit weiteren Bewährungschancen beim VfB Stuttgart rechnen. Vor dem DFB-Pokal-Spiel beim SC Paderborn 07 am Mittwoch stellte Sebastian Hoeneß dem Rechtsverteidiger erneut Spielzeit in Aussicht. Ob er bereits im Pokal wieder von Beginn an aufläuft, ließ der Trainer allerdings offen.
Die Leistung am vergangenen Bundesliga-Spieltag beschönigte Hoeneß nicht: „Unbestritten, aber das weiß er sicher selber am besten, war das kein glücklicher erster Startelf-Auftritt.“ Der Franzose hatte sich seinen Einsatz zuvor jedoch verdient: „Auf der anderen Seite hat er davor wirklich gute Eindrücke hinterlassen im Training, auch in den Einwechslungen, in den Testspielen.“
Hoeneß weiß um den fehlenden Rhythmus
Bei der Einordnung verwies der Coach zudem auf die lange Zwangspause des Verteidigers. „Er hat vier, fast fünf Monate mit einer Schulterverletzung nicht mehr gespielt. Natürlich erhofft man sich, dass es dann anders startet, aber das ist auch Teil des Fußballs“, erklärte Hoeneß. „Natürlich gehört Rhythmus auch ein Stück weit zu Performance dazu.“
Mit Blick auf zwei angesprochene Szenen räumte der VfB-Trainer ein: „Ich hätte mir gewünscht, dass er insbesondere in diesen beiden Situationen besser ausschaut.“ Die Verantwortung allein bei Assignon zu suchen, lehnte er jedoch deutlich ab: „Es ist ganz sicher nicht nur Lorenz, den wir da irgendwie ins Blickfeld nehmen müssen. Das wäre jetzt sowas von falsch.“
Eine einseitige Schuldzuweisung nehme Hoeneß auch innerhalb der Mannschaft „in keinster Weise“ wahr. Seine abschließende Ankündigung fiel auch aufgrund der nun wochenlangen Verletzung von Josha Vagnoman entsprechend deutlich aus: „Lorenz wird ein Spieler sein, der für uns jetzt viel auf dem Platz stehen wird in den nächsten Wochen.“


