Terem Moffi befindet sich beim Hamburger SV nach seinem schwierigen Saisonstart derzeit auf dem Vormarsch und findet zunehmend besser in die Spur. Gleichzeitig sieht Trainer Merlin Polzin eindeutig noch Luft nach oben.
Der 27-jährige Stürmer stand zuletzt sowohl im DFB-Pokal als auch in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt (jeweils 1:3) in der Startelf und erzielte in beiden Partien einen Treffer. Sein komplettes Leistungsvermögen hat der Neuzugang laut Trainer Merlin Polzin aber noch nicht erreicht.
Moffi hatte in den ersten Saisonwochen mit anhaltenden Knieproblemen zu kämpfen, die ihn daran hinderten, mit voller Fitness zur Verfügung zu stehen. Entsprechend war er zunächst häufiger als Einwechselspieler gefragt. Die jüngsten Erfolgserlebnisse helfen ihm nun dabei, wieder mehr Sicherheit zu gewinnen.
„Terem gewinnt durch die Tore, die du als Spieler natürlich brauchst, ein Selbstverständnis im Spiel zurück“, erklärte Polzin vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20:30 Uhr). Der Angreifer habe in seiner Karriere bereits oft genug bewiesen, welche Qualitäten in ihm stecken.
Polzin: „Noch mittendrin“ im Prozess
Dennoch sieht der HSV-Coach weiterhin Steigerungspotenzial. „Er ist sicherlich noch nicht bei den 100 Prozent, wie ich mir das Ganze vorstelle, wie er sich das Ganze auch vorstellt.“ Die kurzen Trainingswochen hätten es zuletzt erschwert, die Belastung gezielt zu erhöhen.
Positiv bewertet Polzin, was Moffi dennoch bereits einbringt: insbesondere körperliche Präsenz, einen Torriecher und die Fähigkeit, Bälle abzuschirmen. Das seien wichtige Eigenschaften für das Hamburger Offensivspiel.
„Wenn du mich nach diesem Prozess fragst: Da sind wir noch mittendrin und definitiv noch nicht am Ende von dem, was ich mir von ihm vorstelle“, betonte der Trainer. Moffi zeige sich jedoch offen für die Arbeit an seinen Defiziten und versuche, sich täglich zu verbessern.
Gegen Gladbach wird Moffi mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Glück wieder von Beginn an versuchen können, was auch mit dem aktuellen Stand bei Yussuf Poulsen zu tun hat: Der zuletzt angeschlagene Däne dürfte höchstens als Joker infrage kommen.


