Yussuf Poulsen hat sich beim Hamburger SV im Konkurrenzkampf um die Position im Sturm zurückgemeldet. Nachdem der 32-Jährige beim 2:1 gegen den 1. FC Köln zur Pause eingewechselt worden war, steuerte er mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 einen wichtigen Beitrag zum Sieg bei.
Trainer Merlin Polzin zeigte sich mit dem Auftritt entsprechend zufrieden. „Wer am Ende dann mehr abliefert, so wie Yussi es getan hat, der hat natürlich mehr Argumente auf seiner Seite als die anderen Kollegen“, erklärte der HSV-Coach laut Hamburger Abendblatt. Eine grundsätzliche Festlegung auf Poulsen oder einen seiner Konkurrenten gibt es im Sturmzentrum allerdings nicht.
Polzin will die Besetzung weiterhin vom jeweiligen Gegner und der geplanten Spielweise abhängig machen. Im Sturmzentrum kamen in den ersten vier Bundesligapartien bereits Poulsen, Terem Moffi und Patson Daka von Beginn an zum Einsatz. „Es geht nicht darum, zu sagen: Wir setzen voll auf einen Spieler“, betonte der Trainer.
Zwei-Stürmer-System wird zur Option
Für Poulsen könnte sich während der Länderspielpause eine zusätzliche Perspektive ergeben. Polzin arbeitet mit seiner Mannschaft an taktischen Anpassungen und möchte dabei ausdrücklich auch eine Formation mit zwei Angreifern erproben. Bereits in der vergangenen Saison habe man daran gearbeitet, defensiv nicht ausschließlich aus einem 5-2-3 oder 5-4-1 zu agieren, sondern „das Ganze auch noch mal mit zwei Stürmern anzugehen“.
„Das wird diese Woche auch noch mal ein Thema sein“, kündigte Polzin an. Ob der HSV diese Variante bereits am Sonntag im Test gegen den FC Kopenhagen auf den Platz bringt, ließ er offen. Angesichts der vorhandenen Konkurrenz könnte ein System mit Doppelspitze grundsätzlich die Möglichkeit eröffnen, zwei der Angreifer gleichzeitig einzusetzen.
Poulsen bringt sich dafür aktuell in Position. „Er ist fit, das ist das Wichtigste für uns“, erklärte Polzin über den Dänen, der in der vergangenen Saison lediglich einmal von Beginn an zum Einsatz gekommen war. Eine bestimmte Anzahl an Spielminuten sei dabei nicht das Ziel. Vielmehr soll Poulsen der Mannschaft in den Situationen helfen, in denen sein Profil gefragt ist.


