In der Gruppenphase der Champions League stehen die Wochen der Entscheidung an. So galt es für Bundesligist Bayer 04 Leverkusen, der als eines von zwei deutschen Teams am fünften Gruppenspieltag in Russland gefordert war (Bayern spielt morgen in Rostov), im heutigen Spiel gegen ZSKA Moskau zum einen das Überwintern im europäischem Wettbewerb zu sichern und zum anderen Druck auf Verfolger Tottenham Hotspur aufzubauen.
Für dieses Unterfangen stellte Trainer Roger Schmidt die erste Elf gegenüber dem Leipzig-Spiel dreimal um. Anstelle von Wendell, Julian Baumgartlinger sowie Admir Mehmedi, die zunächst auf der Ersatzbank Platz nahmen, standen Tin Jedvaj, Javier Hernandez und Kevin Volland in der Anfangsformation.
Die Aufstellung der Werkself
Die Hereinahme des Letztgenannten sollte sich bezahlt machen. Denn gut eine Viertelstunde nach Spielanpfiff war es der Neueinkauf aus Hoffenheim, der die Werkself in Führung brachte (16. Minute). Die Vorlage kam von Kevin Kampl, der den Ball von rechts halbhoch in den Sechzehner hereingab, wo Torschütze Volland aus sieben Metern zum ersten Champions-League-Treffer seiner Karriere vollendete.
Moskau hatte seinerseits vor allem vor dem Leverkusener Führungstor einige gute Torgelegenheiten. Das 0:1 aus Sicht der Gastgeber hatte aber bis zum Seitenwechsel Bestand. Die Werkself hatte in der zweiten Hälfte große Mühe, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, war nach vorne kaum noch konstruktiv.
Dass die Rheinländer ihr Glück überstrapazierten, zeichnete sich zusehends ab. Fünfzehn Minuten vor Schluss wurde die Passivität bestraft: Natcho (76.) sorgte per Foulelfmeter für den verdienten Ausgleich. Wie aus dem Nichts hätte Volland einige Minuten später für einen erneuten Dämpfer bei den Russen sorgen können, traf aber nur den Pfosten. Unterm Strich blieb es beim 1:1-Unentschieden, mit dem Leverkusen sich unterm Strich glücklich schätzen konnte.
Der Werksklub hat nun zumindest schon Platz drei sicher, der die Schmidt-Truppe nach der Winterpause in die Europa League führen würde. Sollte Tottenham gegen AS Monaco am Abend nicht punkten, stünde sogar das Erreichen der Achtelfinals in der Königsklasse bereits fest.












