Berkay Yılmaz kommt beim SC Freiburg bislang nur auf wenige Einsatzminuten. In den bisherigen fünf Pflichtspielen der Saison stehen für den 21-Jährigen lediglich neun Minuten zu Buche – weniger, als sich der Rückkehrer nach seiner Rückkehr aus Nürnberg vermutlich erhofft haben dürfte. Am vergangenen Wochenende konnte er aber zumindest einen persönlichen Meilenstein feiern: Beim 1:0-Auswärtssieg gegen den SC Paderborn wurde Yılmaz in der Schlussphase für Yannik Engelhardt eingewechselt und feierte damit sein Bundesliga-Debüt.
Dass Yılmaz dabei im zentralen Mittelfeld und nicht auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger zum Einsatz kam, passt zu dem Weg, den Julian Schuster mit ihm verfolgt. Bereits während der Vorbereitung wurde der Linksfuß immer wieder auf der Sechs getestet. Für den SC-Coach kann gerade diese Vielseitigkeit entscheidend sein, um sich im stark besetzten Freiburger Kader weitere Minuten zu erarbeiten.
„Spielzeiten sind rar und die bei diesem Kader gerecht zu verteilen – das ist ein Ding der Unmöglichkeit“, erklärte Schuster. Umso mehr freute ihn, dass mit Yılmaz wieder „ein Freiburger Junge aus der Fußballschule“ sein erstes Bundesliga-Spiel feiern konnte. Der 21-Jährige durchlief seit 2020 mehrere Nachwuchsteams des Sport-Clubs und kehrte nach zwei Jahren auf Leihbasis beim 1. FC Nürnberg im Sommer nach Freiburg zurück.
Schuster lobt Yılmaz’ Offenheit
Besonders positiv bewertet Schuster, dass sich Yılmaz nicht auf seine eigentliche Position festlegt. „Wir haben schon die ganze Vorbereitung und auch in den vergangenen Wochen immer wieder über seine Flexibilität gesprochen. Er ist offen dafür und nimmt an, wo er gebraucht wird. Er sagt nicht: Meine Lieblingsposition ist links hinten, da möchte ich bitte aufgestellt werden.“
Genau diese Haltung könne ihm angesichts der großen Konkurrenz helfen. „Gerade bei diesem Kader ist diese Offenheit ein Vorteil, um auf Einsätze zu kommen. Das nimmt er an, das setzt er um – und deshalb konnte er sein Debüt feiern, worüber wir uns alle sehr gefreut haben.“
Für Yılmaz dürfte das Bundesliga-Debüt damit ein erster Schritt gewesen sein. Über seine Flexibilität kann er sich künftig zusätzliche Möglichkeiten auf Einsatzzeit verschaffen – auch im zentralen Mittelfeld, wo Schuster ihn bereits während der Vorbereitung regelmäßig ausprobiert hatte.


