Borussia Dortmund | 1. Bundesliga

Kovač setzt beim BVB auf taktische Flexibi­lität

03.11.2026 - 15:31 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Borussia Dortmund könnte auch künftig immer mal wieder mit einer Viererabwehrkette auflaufen. Nachdem Cheftrainer Niko Kovač beim jüngsten 2:2 gegen den FC Bayern München von seiner gewohnten Dreierkette abgewichen war, stellte er auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Real Betis Balompié (Mittwoch, 21:00 Uhr) klar, dass die Umstellung keine einmalige Maßnahme bleiben muss.

„Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass wir das immer machen werden. Aber es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass wir es nicht wieder so probieren werden“, erklärte Kovač. Entscheidend sei für ihn, dass seine Mannschaft beide Varianten beherrsche und die taktischen Vorgaben entsprechend umsetze.

„Wenn die Mannschaft das so mit Leben füllt, wie sie es am Wochenende gemacht hat, dann ist das überhaupt kein Problem, ob wir Dreier- oder Viererkette spielen“, betonte der BVB-Coach. Einstellung, Leidenschaft und Intensität seien dabei wichtiger als die Grundordnung. Die Viererkette sei jedenfalls „ein System, das wir spielen können und mit Sicherheit in Zukunft immer mal wieder spielen werden“.

Kovač lobt die Besetzung im Mittelfeld


Die angestrebte Flexibilität beschränkt sich allerdings nicht auf die Defensive. Auch im Mittelfeld und Angriff will Kovač je nach Gegner und personeller Situation unterschiedliche Varianten nutzen. So habe der BVB zuletzt sowohl mit zwei als auch mit drei zentralen Mittelfeldspielern sowie mit unterschiedlichen Besetzungen auf den offensiven Positionen agiert.

Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer mit der aktuellen Mittelfeldbesetzung. Neben den zuletzt gemeinsam eingesetzten zentralen Akteuren Felix Nmecha, Joey Veerman und Jobe Bellingham hob er auch Carney Chukwuemeka hervor, der in den vergangenen drei Spielen starke Leistungen gezeigt habe.

Die Vorteile sieht Kovač vor allem im Ballbesitz und beim Gegenpressing. „Wir können das Spiel über das Mittelfeld nach vorne transferieren und haben dort genügend Leute, die sofort ins Gegenpressing gehen können“, erläuterte er.

Insgesamt erkennt der 55-Jährige eine positive Entwicklung: „Wir machen Schritte nach vorne. Das sind immer wieder kleine Schritte, aber diese kleinen Schritte haben uns schon ziemlich weit nach vorne gebracht.“ Mit den Leistungen seiner Mannschaft in den verschiedenen Spielphasen sei er derzeit sehr zufrieden.

Quelle: Pressekonferenz