Eintracht Frankfurt hat nach dem schwachen Saisonstart taktisch reagiert. Beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 stellte Cheftrainer Adi Hütter auf eine Dreierkette um – und sah sich durch den ersten Bundesliga-Sieg der Saison in seiner Entscheidung bestätigt.
Hütter wehrte sich nach der Partie gegen den Eindruck, grundsätzlich auf eine Viererkette festgelegt zu sein. Bereits während seiner ersten Amtszeit in Frankfurt habe er mit Makoto Hasebe erfolgreich in einer Dreierkette agiert. „Ich habe immer gesagt, ich möchte flexibel sein“, betonte der Österreicher.
Hütter lobt neu formierte Dreierkette
Dass die taktische Anpassung nicht schon früher erfolgte, begründete Hütter auch mit den personellen Umständen der Vorbereitung. Die Transferphase sei schwierig verlaufen, zudem habe Nnamdi Collins weite Teile der Vorbereitung verpasst. Ein Sonderlob erhielt Jeremiaha Maluze, der aus der U21 hochgezogen wurde. „Diese Dreierkette hat uns heute diesen Sieg auch beschert“, erklärte Hütter.
Generell wirbt der Eintracht-Coach nach dem personellen Umbruch um Geduld. Gegen Mainz standen laut Hütter sieben neue Spieler im Vergleich zur Mannschaft der vergangenen Saison auf dem Platz. Dass dabei „nicht ein Rädchen von Anfang an ins andere greift“, sei angesichts der jungen und neu zusammengestellten Mannschaft nachvollziehbar.
Ob die Dreierkette nun dauerhaft zum bevorzugten System wird, ließ Hütter offen. Vielmehr unterstrich er seinen Anspruch, taktisch flexibel zu bleiben. Nach dem erfolgreichen Auftritt gegen Mainz hat die neue Formation aber zunächst gute Argumente geliefert.

