Bei Eintracht Frankfurt bleibt die Besetzung des Angriffs vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Freitag (20:30 Uhr) offen. Zuletzt hatte Jonathan Burkardt (26) gegenüber Younes Ebnoutalib (23) die Nase vorn. Trainer Adi Hütter machte auf der Pressekonferenz allerdings deutlich, dass er beiden Stürmern einen Platz in der Anfangsformation zutraut und auch eine Doppelspitze eine Option darstellt.
Dass Ebnoutalib zuletzt häufiger das Nachsehen hatte, hängt laut Hütter vor allem mit der taktischen Ausrichtung zusammen. „Wenn du hinten einen mehr reintust, musst du vorne einen rausnehmen“, erklärte der Coach mit Blick auf die Dreierkette, die sowohl gegen Mainz als auch bei der 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig zum Einsatz kam.
Für Burkardt sprach dabei insbesondere seine Leistung gegen Mainz, als er einen Treffer erzielte und einen weiteren vorbereitete. „Deswegen war es vielleicht die logische Folge, dass, wenn wir so spielen, wieder Burkardt spielt“, so Hütter. An Ebnoutalibs Qualitäten zweifelt der Trainer keineswegs: „Er hat es absolut auch verdient, zu spielen.“
Doppelspitze gegen Köln möglich
Für Freitag könnte sich die Ausgangslage verändern. „Möglicherweise spielen wir auch wieder mit zwei Spitzen, aber verdienen tun es sich beide allemal, dass sie auch in der Startelf spielen“, stellte Hütter in Aussicht.
Zudem lobte der Eintracht-Coach Ebnoutalibs Umgang mit seiner Reservistenrolle. Der Angreifer, dessen Entwicklung zuletzt schnell vorangeschritten sei, habe sich über die Entscheidungen nicht beschwert. „Für mich ist es viel schwieriger, ihm zu erklären, warum er vielleicht nicht dabei ist“, räumte Hütter ein.
Da mit Pimpong derzeit ein weiterer Angreifer angeschlagen ist, stehen Frankfurt aktuell ohnehin nur zwei fitte Stürmer zur Verfügung. Ob Burkardt und Ebnoutalib gemeinsam beginnen oder erneut einer von beiden zunächst auf der Bank Platz nehmen muss, dürfte somit auch von der Systemwahl abhängen.
Hütter sieht Probleme nicht in der Dreierkette
Eine grundsätzliche Abkehr von der zuletzt praktizierten Dreierkette deutete Hütter nach dem Debakel in Leipzig allerdings nicht an. Der Trainer führte die deutliche Niederlage vielmehr auf individuelle Fehler und mangelnde Konsequenz in der Defensivarbeit zurück.
„Wir haben individuelle Fehler gemacht, das hat jetzt nichts mit Dreier- oder Viererkette zu tun gehabt“, erklärte Hütter. Seine Mannschaft sei bei den Gegentoren häufig sogar in Gleich- oder Überzahl im Strafraum gewesen, habe die Gegenspieler aber nicht konsequent genug aufgenommen.
Entsprechend misst der 56-Jährige der Systemfrage keine übergeordnete Bedeutung bei. „Dreierkette, Viererkette, ich weiß nicht, ob das so einen extrem hohen Einfluss hat auf die Art und Weise, wie man letztendlich spielt.“
Welche Formation Frankfurt gegen Köln wählt, bleibt damit offen. Für Ebnoutalib könnte insbesondere eine Rückkehr zur Doppelspitze die Chancen auf einen Startelfeinsatz deutlich erhöhen.

