Nur wenige Tage nach seiner Leihe vom Arsenal FC zu Borussia Dortmund erzwang Ethan Nwaneri beim spektakulären 3:2-Comebacksieg gegen die TSG Hoffenheim den entscheidenden Treffer. Nach dem Schlusspfiff zeigte sich BVB-Cheftrainer Niko Kovač begeistert von der Reife und Entschlossenheit des Engländers, der trotz kürzester Eingewöhnungszeit sofort den Unterschied ausmachte.
Dass Nwaneri nach nur zwei Trainingseinheiten ins kalte Wasser geworfen wurde, lag vor allem an seiner tadellosen Physis: „Nwaneri ist körperlich fit. Das ist ganz entscheidend, wenn ein Spieler kommt und nur zweimal mittrainiert hat. Dann musst du ihm vertrauen können. Wenn er körperlich nicht fit gewesen wäre, hätte ich ihn auch nicht gebracht.“ Als in der 32. Minute Abwehrspieler Filippo Mane angeschlagen raus musste, durfte sich der Engländer im Angriff beweisen.
Auf dem Platz rechtfertigte die Leihgabe das Vertrauen mit spielerischer Klasse und unbändigem Siegeswillen: „Beim dritten Tor spielt er den Ball zu Fabio, läuft danach aber weiter, bleibt nicht stehen und schaltet nicht ab, sondern besetzt den gefährlichen Raum im Strafraum. Dort können solche Situationen entstehen. Dann braucht man auch das Quäntchen Glück, aber das hat er sich letztlich hart erarbeitet, weil er es unbedingt wollte.“ Die Folge war eine Eigentor von Hoffenheims Albian Hajdari.
Für die kommenden Wochen sieht Kovač im Neuzugang eine enorme Verstärkung: „Unterm Strich haben wir ihn verpflichtet, weil wir davon überzeugt sind, dass er große Qualitäten hat. Das hat er heute schon bewiesen und wird es in den nächsten Spielen, Wochen und Monaten auch wieder zeigen.“

