Für Ethan Nwaneri war der Champions-League-Abend gegen Villarreal CF durchaus ungewöhnlich. Der 19-Jährige wurde bei Borussia Dortmund bereits in der 27. Minute für den angeschlagenen Konstantinos Karetsas (Kreislaufprobleme) eingewechselt, musste das Feld in der Schlussphase aber selbst wieder verlassen. Eine negative Bewertung seiner Leistung steckte dahinter keineswegs.
Cheftrainer Niko Kovač stellte nach dem 3:2-Erfolg klar, dass die Auswechslung rein mit der Belastung und der Situation in der Schlussphase zusammenhing. „Er hat alles gegeben. Hätte er von Beginn an gespielt, wäre er in der 60. wahrscheinlich raus“, erklärte der Coach. Die Ein- und spätere Auswechslung habe „nichts zu bedeuten“ gehabt.
Nwaneri hinterlässt Eindruck bei Kovač
Vielmehr zeigte sich Kovač mit dem Auftritt des offensiven Mittelfeldspielers ausgesprochen zufrieden. „Im Gegenteil, er war richtig gut“, lobte der Trainer. Nwaneri habe „wirklich alles auf dem Platz gelassen“. Als Villarreal in der Schlussphase noch einmal Druck entwickelte, wollte Kovač zusätzliche Frische auf den Platz bringen.
Der Engländer hinterließ damit einen positiven Eindruck. „Es war toll, dass er in so kurzer Zeit schon einen Impact auf die Mannschaft hatte“, bilanzierte Kovač.
Die eher ungewöhnliche Maßnahme ist somit nicht als Rückschlag für Nwaneri zu verstehen. Vielmehr dürfte sich der Youngster mit seinem Auftritt weitere Argumente für Einsatzzeit in den kommenden Partien erarbeitet haben.


